Lokalsport

Kontaktsport ist in Zeiten von Social Distancing unmöglich

Karateka im Wartestand: Kevin Lang. Foto: pr

Serie Die Hoffnung auf einen erfolgreichen Kampf gegen den Winterspeck war groß bei Kevin Lang. Doch der „Lockdown light“ hat dem Abteilungsleiter der VfL-Karateabteilung und langjährigen Kämpfer einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Trotz lange ausgeklügelter Hygienekonzepte werde ich als Sportler, der Gas geben will, eingeschränkt“, klagt er über die Coronafolgen für Kampfsportler in Zeiten von Social Distancing. „Das ist wie ein Hammer ins Gesicht der persönlichen Fitness. Natürlich sind die Maßnahmen verständlich, aber Wiederholung mag keiner“, sagt er. Das Training in den eigenen vier Wänden und ohne Partner ist eben nicht das Gleiche wie in der Halle. Mindestens genauso tragisch: Viele Termine, bei denen die Abteilung für Aufsehen sorgt, sind ausgefallen oder ersatzlos gestrichen. Wie das “Haft- ond Hokafescht“, in dessen Rahmen die VfL-Karateka traditionell mit Vorführungen und Schaukämpfen auf sich aufmerksam machen oder der alljährliche und überregional bekannte Lehrgang, der seit Jahren Kämpfer von nah und fern anlockte. Das dämpft die Motivation. Einen Lichtblick gibt es für die Kirchheimer Karateabteilung dennoch: Sowohl der einzelne Sportler wie auch der Verein haben aus den Erfahrungen des Lockdowns im Frühling lernen können. Während sich ein Online-Live-Training als nicht praktikabel herausstellte, will Kevin Lang mit seinen Mitstreitern eine Lehr- und Lernvideodatenbank für die Mitglieder zugänglich machen. Die Furcht vor einer Verlängerung der Maßnahmen und dem Aus des gemeinsamen Trainings bleibt dennoch bestehen. sf


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