Lokalsport

Korbjäger feiern 22. Pflichtsieg in Folge

VfL-Oberligabasketballer bezwingen Mitaufsteiger BR Remseck klar mit 81:56

Den erwartet souveränen Sieg haben die Kirchheimer Oberliga-Basketballer gegen die BG Remseck II eingefahren. Beim 81:56 (36:28) überzeugte auch die Abwehr – zumindest in der zweiten Hälfte.

Nicht zu bremsen: VfL-Kapitän Shkelzen Bekteshi und die Kirchheimer Korbjäger haben gegen Remseck den zweiten Saisonsieg eingefa
Nicht zu bremsen: VfL-Kapitän Shkelzen Bekteshi und die Kirchheimer Korbjäger haben gegen Remseck den zweiten Saisonsieg eingefahren. Foto: Deniz Calagan

Kirchheim. Es war der 22. Pflichtspielsieg hintereinander, der 18. in der Liga – und es war einer der leichteren. Die Regionalliga-Reserve der BG Remseck, gerade noch so in die Oberliga gerutscht, wird in dieser Formation wahrscheinlich nicht viele Spiele gewinnen und direkt wieder den Gang zurück in die Landesliga antreten müssen. Dennoch hatte das Team von Coach Bekim Kukiqi 20 Minuten lang so seine Probleme.

Nach dem 8:10 (5.) gab es endlich einen kleinen Lauf (19:10, 7.), aber Kukiqi beklagte das „sloppy play“ seiner Mannen – zu viele Aktionen wurden einfach schlampig ausgeführt, vorne wie hinten. Zur Pause stand es so 36:28, das Niveau musste als bescheiden bezeichnet werden.

Doch die Pausenansprache wirkte. Kukiqi gab seinem Team auf den Weg: „Wenn wir in der Offensive schon keinen Rhythmus finden, dann sollten wir wenigstens in der Defensive als Team auftreten und die nötige Einstellung zeigen.“

Also hängten sich alle endlich rein, Remseck bekam anders als vor dem Wechsel keine leichten Punkte mehr geschenkt, und vorne drehte Center Nathan Gibbs auf. 15 der 19 Punkte in diesen zehn Minuten kamen von ihm, und er zeigte das komplette Paket: Unter dem Korb, eins gegen eins, aus der Mitteldistanz – und als Krönung am Ende des Viertels sogar ein Drei-Punkte-Wurf. Nach diesem 19:9 zum 55:37 war der Widerstand der Gäste gebrochen.

Bis zur 38. Minute zog der VfL, bei dem jetzt besonders der deutlich verbesserte Arber Shabani dem Spiel seinen Stempel aufdrückte, auf 81:49 davon. Highlight dabei der krachende Alley-oop-Dunk von Devontee Lawson, der richtig heißlief und neun seiner elf Punkte im Schlussabschnitt machte.

Das von Kukiqi in der Pause ausgegebene Ziel, den Gegner unter 50 Punkten zu halten, torpedierte der Trainer dann selbst, als er gleichzeitig seine Bankspieler Raffaele Pascucci, Tobias Kraft, Eren Sengül (beide mit ihrem Oberliga-Debüt) und Marco Wanzke zusammen mit Center Akant Sengül aufs Feld schickte und der Gegner noch sieben unbeantwortete Punkte machte.

Doch das war nicht mehr wichtig, der zweite Saisonsieg war für den Aufsteiger und selbst ernannten Titel-Kandidaten längst in trockenen Tüchern. Wichtiger war die klare Leistungssteigerung nach der Pause und auch insgesamt gegenüber dem ersten Spiel. Womit allerdings auch der schwache Gegner zu tun hatte. Kukiqi: „Wir passen uns dem Gegner an, wir haben noch viel zu viele Tiefen zwischen unseren Höhen, immer noch zu viele Einzelaktionen, wenig Team-Basketball.“

Was allerdings kein Wunder ist bei zweimal Training die Woche, sieben neuen Spielern und so vielen Stars. Negatives Beispiel: Nach Lawsons Alley-oop feierte das Team – und kassierte auf der anderen Seite sofort zwei Punkte per Abstauber.ut

VfL Kirchheim: Auerbach, Bekteshi (12/2), Gibbs (21/1), Kraft, Lawson (11/1), Morrow, Pascucci, A. Sengül (6), E. Sengül, Shabani (21/3), Strickland (9/1), Wanzke (1)

BG Remseck II: Barth (5/1), El Kathib, Fugel (3/1), März (2), Mikait (16), F. Mörbe (2), J. Mörbe (4/1), Pfisterer (6), Tabler (5), Tas (13)

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