Lokalsport

Korbjäger gerüstet fürs Spitzenspiel

VfL-Basketballer mit drittem Oberligasieg in Serie

Drittes Spiel, dritter Sieg: Die VfL-Oberliga-Basketballer haben beim 108:74 bei der BG Illertal eine starke Leistung gezeigt – der Showdown gegen Reutlingen kann kommen.

Senden. Selten zuvor hat man Kirchheims Coach Bekim Kukiqi so zufrieden gesehen. Und das hatte nichts mit der Qualifikation der albanischen Fußball-Nationalmannschaft für die EM in Frankreich zu tun. Nein, nach dem sehr souveränen 108:74 (49:30) bei der BG Illertal, das leicht auch noch deutlich höher hätte ausfallen können, verströmte der albanische Trainer Optimismus: „Das war unsere beste Saisonleistung, ich bin stolz auf die Jungs. Das war ein großer Schritt nach vorne, das Team wächst von Woche zu Woche mehr zusammen.“

Immerhin hatte die aus dem SC Vöhringen und TV Senden hervorgegangene BG Illertal 91:77 zum Auftakt gegen Eriskirch gewonnen und auch in Tübingen beim 69:77 nicht schlecht ausgesehen. Kukiqi: „Ich hatte die deutlich stärker erwartet. Aber vielleicht lag es ja auch an uns.“

Der VfL begann konzentriert, hatte aber in den ersten vier Minuten etwas Pech im Abschluss – 6:7. Dann traf Nate Gibbs den ersten seiner drei Dreier, Desmond Strickland legte aus dem Drei-Punkte-Land nach – und Gibbs streute gleich noch einen ein. Nach einem Zweier von Strickland wurde Center Akant Sengül beim Dreierversuch gefoult und traf alle drei Freiwürfe – das komplettierte den 14:0-Lauf zum 20:7 (7.) auf etwas kuriose Weise. Zum Abschluss des ersten Viertels verwandelte Youngster Tim Auerbach seinen ersten Dreier der Saison, ihm schien die Spielpraxis am Samstag mit der Zweiten in der Kreisliga gut getan zu haben.

Nachdem die Signale auf Auswärtssieg standen, ließ der VfL bis auf einige kleinere Phasen auch nicht locker. 24:14 im zweiten Viertel, 34:23 im dritten, das ein wahres „Run-and-gun“-Festival war. Besonders spektakulär dabei die zahlreichen Dunkings von Devontee Lawson, der mit 23 Punkten auch Topscorer war.

Im vierten Viertel ließ Kukiqi dann auch seine jungen Bankspieler Tobias Kraft und Eren Sengül ran, die beide ihre ersten Oberliga-Punkte verbuchten. Den 100. Punkt aber machte Raffaele Pascucci, ebenfalls nach einer starken Vorstellung. Allerdings verballerte der VfL in den letzten drei Minuten sieben von 14 Freiwürfen, sonst wäre das Ergebnis noch höher ausgefallen – und Kukiqi hätte nicht beklagen müssen, dass sein Team unter die angestrebte 70-Prozent-Marke bei den Freiwürfen rutschte. Immer noch ist der VfL mit 67 Prozent aber die zweitbeste Mannschaft von der Linie in der Liga.

Wie auch in der Tabelle. Nur noch Kirchheim und Reutlingen haben eine weiße Weste, und am kommenden Sonntag steigt der Showdown in der Sporthalle Stadtmitte (17.30 Uhr). Kukiqi: „Diese kleinen Phasen, in denen wir abschalten, dürfen wir uns da nicht erlauben.“ut

VfL Kirchheim: Auerbach (9/2), Bekteshi (6), Gibbs (12/3), Kraft (2), Lawson (23/1), Pascucci (13/1), A. Sengül (13), E. Sengül (2), Shabani (11/2), Strickland (17/3), Wanzke

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