Lokalsport

Kraftakt am Rhein

Personell ausgedünnte Knights morgen in Leverkusen und am Sonntag in Köln

Zweiter Doppelspieltag für die Zweitligabasketballer der Kirchheim Knights. Da die Sporthalle Stadtmitte am Wochenende fest in Sportschützenhand ist, müssen die Teckstädter zweimal auswärts ran – am rechten und am linken Rheinufer. Zunächst am Freitagabend in Leverkusen, anschließend am Sonntag in Köln. Zwei Partien, die dem angeschlagenen Ritterkader alles abverlangen werden.

Trainiert seit Dienstag wieder mit der Mannschaft und wird am Doppelspieltag im Kader stehen: Tim Burnette. Foto: Deniz Calagan
Trainiert seit Dienstag wieder mit der Mannschaft und wird am Doppelspieltag im Kader stehen: Tim Burnette. Foto: Deniz Calagan

Kirchheim. Gute Nachrichten aus dem Lazarett der Knights: Tim Burnette kehrte am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining zurück und wird am Doppelspieltag aller Voraussicht nach wieder zum Kader der Ritter gehören. „Tims Ausfall hat uns sehr getroffen. Mit seiner Rückkehr bekommen wir mehr Flexibilität und Handlungsmöglichkeiten“, freut sich Kirchheims Trainer Michael Mai. Ob und wie lange Burnette in den kommenden beiden Spielen dabei zum Einsatz kommen kann, hängt von den Eindrücken im Training ab. „Wir müssen erst einmal sehen, ob Tim schon wieder so weit ist, ins Spielgeschehen eingreifen zu können. Das dauert alles ein bisschen, bis man den Rhythmus wieder hat“, erklärt Mai. Weiterhin nicht dabei sein werden Center Andreas Kronhardt und Guard Dennis Nawrocki.

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Bei Kronhardt werden am morgigen Freitag die Nähte seiner Gesichtsoperation entfernt. Wenige Tage später soll der Center dann wieder ins Trainingsgeschehen der Ritter eingreifen können. Anders die Prognose bei Nawrocki, dessen Bänderverletzung keine genaue Zeitangabe zur Rückkehr zulässt.

Somit müssen sich die Kirchheimer weiterhin auf Tim Koch, Johannes Joos und Besnik Bekteshi verlassen. Die drei letzten verbliebenen Rotationsspieler mit deutschen Pass werden dabei von Skhelzen Bekteshi und Akant Sengül aus der Oberligamannschaft des VfL Kirchheim unterstützt. „Tim, Besnik und Johannes haben eine besondere Aufgabe vor sich. Sie müssen hoch konzentriert sein und vor allem auf dumme Fouls verzichten. Dennoch müssen sie mit der richtigen Menge an Aggressivität zu Werke gehen. Das haben sie gegen Heidelberg sehr gut gemacht, aber es kommen jetzt zwei sehr schwierige Aufgaben auf uns zu“, beschreibt Mai die Situation der deutschen Spieler.

Zunächst muss die Kirchheimer Truppe um Kapitän Richie Williams morgen Abend (19.30 Uhr) in Leverkusen antreten. Die von Achim Kucz­mann trainierte Mannschaft besticht dabei durch eine ausgeprägte Zonenverteidigung. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit gegen Heidelberg gegen eine Zonenverteidigung sehr schwer getan. Leverkusen nutzt dieses Mittel ebenfalls sehr gerne, daher haben wir jetzt direkt die Möglichkeit, uns in diesem Bereich zu verbessern“, so Mai, der darum auch vor dem Gastgeber warnt. „Leverkusen ist ein unangenehmer Gegner. Sie sind sehr kämpferisch und haben einige gute Scorer im Team. Das wird nicht einfach.“

Ungleich schwerer dürfte dann auch die zweite Aufgabe werden. Bereits zwei Tage später geht es für den Rittertross auf die linke Rheinseite nach Köln, wo um 17 Uhr die Rheinstars warten. Die Domstädter treten dank einer Wild-Card in der Pro A an und erwiesen sich in den ersten Saisonspielen dennoch als Überraschungsmannschaft schlechthin. Mit fünf Siegen und zwei Niederlagen startete die Mannschaft von Trainer Arne Woltmann bestens und rangiert momentan auf dem vierten Tabellenplatz. „Durch den starken Saisonstart sind die Kölner in den Favoritenkreis gerutscht. Aufgrund der Verletzungen und unserer kleinen Rotation wird vor allem das zweite Spiel auch eine Frage der Kraft werden“, befürchtet Michael Mai.cs