Lokalsport

Kreisathleten sorgen für Erfolgsmeldungen

Leichtathletik Vertreter des Kreis Esslingen überzeugen im gesamten süddeutschen Raum mit Topleistungen.

Ausgepowert, aber happy: Lukas Eisele wurde DM-Fünfter über 10 000 Meter. Foto: Ralf Görlitz
Ausgepowert, aber happy: Lukas Eisele wurde DM-Fünfter über 10 000 Meter. Foto: Ralf Görlitz

Region. Das Pfingstwochenende war für den Leichtathletikkreis Esslingen reich an Höhepunkten, obwohl die Brennpunkte weit auseinander lagen. Während in Essen Lukas Eisele (LG Filder) bei der Langstrecken-DM über 10 000 Meter glänzte, in Eppingen Sabrina Gehrung (LG Filder) im Hochsprung auftrumpfte, stellte in Heidelberg Sabrina Häfele (LG Filder) über 100 Meter und 200 Meter zwei persönliche Jahresbestleistungen auf. Erfolgsmeldungen kamen auch aus Pfungstadt, wo die beiden Mittelstreckler Tobias Ferreira über 800 Meter sowie David Steiner über 1 500 Meter überzeugten. In Bühlertal demonstrierte Hannah Melzer (LG Teck) Mehrkampfqualitäten.

Eigentlich läuft Lukas Eisele vom TV Nellingen die zehn Kilometer eher auf der Straße. Bei den deutschen Langstreckenmeisterschaften über 10 000 Meter in Essen musste der 22-Jährige nun 25 Stadionrunden absolvieren, ehe der fünfte Platz in der U23 in einer Zeit von 29.44,83 Minuten feststand. Zunächst hatte es sogar danach ausgesehen, als könne Eisele an die Norm für die Junioren-EM (29.30,00) herankommen, doch auf den letzten 1 500 Metern konnte der Nellinger seine Rundenzeiten von 71 Sekunden nicht mehr halten. Es siegte Markus Görger (LAC Freiburg/29.09,19) vor Aaron Bienenfeld (SSC Hanau/29.12,30). Mit der tagesschnellsten Zeit von 28.28,89 Minuten wurde Richard Ringger (LC Rehlingen) deutscher Meister bei den Männern. Bei den Frauen unterbot Alina Reh (SSV Ulm) die WM-Norm für Doha mit 31.19,87 Minuten um satte 30 Sekunden. Den fünften Platz bei den Senioren M65 erzielte Günther Lippold (LG Filder/Nellingen) in 40.46,40 Minuten.

Beim Springermeeting in Eppingen holte Sabrina Gehrung aus Nellingen mit 1,80 Metern den Hochsprungsieg und scheiterte an 1,82 Meter drei Mal nur knapp. Damit egalisierte Gehrung ihre Freiluftbestleistung insgesamt zum fünften Mal. Ihre ersten beiden 1,80-Meter-Sprünge gelangen der 22-Jährigen bereits 2012 noch zu Jugendzeiten. Vielleicht klappt es ja bei den Deutschen Meisterschaften Anfang August in Berlin, ihre Hallen-Bestleistung von 1,81 Meter zu toppen.

Für Sabrina Häfele aus Neuhausen geht es im Sprint weiter aufwärts, auch wenn sie von ihren Bestzeiten aus dem Jahr 2014 von 11,73 Sekunden über 100 Meter und 23,89 über 200 Meter noch entfernt ist. Die 26-Jährige ehemalige deutsche Vize-Jugendmeisterin über 400 Meter (56,36 Sekunden) verbesserte bei den „19. Heidelberger Qualifikationstagen“ ihre Jahresbestzeit über 100 Meter auf 12,52 Sekunden (seither 12,55) und über 200 Meter auf 25,54 Sekunden (seither 25,99). Schneller über 100 Meter war nur Daniela Wenzel (MTG Mannheim) in 12,38 Sekunden, die dann über 200 Meter mit 25,69 Sekunden hinter Häfele blieb.

Bei der Läufergala in Pfungstadt lief der Nellinger Tobias Ferreira (LG Region Karlsruhe) in 1.51,67 Minuten (Platz fünf in der U23) so schnell wie lange nicht mehr. Nur ein Mal war der 20-jährige Student überhaupt schneller unterwegs gewesen, im Juni 2018 beim „Soundtrack-Meeting“ in Tübingen bei seinem Rekordlauf in 1.51,10 Minuten. Eine neue Bestzeit über 1 500 Meter (4.07,54 Minuten/sechster Platz) stellte David Steiner (LG Filder/Nellingen) in der männlichen U20 auf. Über 800 Meter kam Stefan Lutz in 1.58,97 Minuten (elfter Platz) nah an seine persönliche Bestzeit (1.58,04) heran.

Melzer verpasst Sieg nur knapp

Im hessischen Bühlertal hat Hannah Melzer von der LG Teck im Blockmehrkampf (Bereich Sprint/Sprung) der W13 in einem stark besetzten Feld den zweiten Platz belegt und mit 2 320 Punkten eine württembergische Spitzenposition eingenommen. Melzer stellte zwei Bestleistungen über 75 Meter (11,09 Sekunden) und im Weitsprung (4,41 Meter) auf, war Beste im Speerwerfen mit 30,40 Metern, verlor die entscheidenden Punkte aber dann im Hochsprung (1,36 Meter) und über 60 Meter Hürden (11,07 Sekunden). Am Ende fehlten ihr nur 23 Punkte auf Siegerin Lena Fritz von der MTG Mannheim (2 343).Martin Moll

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