Lokalsport

Kreisnachwuchs zählt zu den Besten im Land

Leichtathletik Zwei Titel und eine Silbermedaille bei den Langstreckenmeisterschaften.

Talent bestätigt: Die Esslingerin Alisia Freitag (links) holte in Leinfelden den Sieg über 2¿000 Meter. Archiv-Foto: Ralf Görlit
Talent bestätigt: Die Esslingerin Alisia Freitag (links) holte in Leinfelden den Sieg über 2¿000 Meter. Archiv-Foto: Ralf Görlitz

Leinfelden. Mit drei perfekten Auftritten bei den baden-württembergischen Langstreckenmeisterschaften in Leinfelden hat der Leichtathletik-Nachwuchs des Kreises Esslingen das maximale Ergebnis geholt. Die Bilanz: zwei Goldmedaillen durch Alisia Freitag (TSG Esslingen) und Lea Steinbach (ASV Aichwald) sowie Silber durch Alexander Niemela (LG Teck) und drei Bestleistungen.

Freitag, Steinbach und Niemela zählen zwar zu den großen Nachwuchshoffnungen des württembergischen Leichtathletikverbandes und gehörten bei diesen Landesmeisterschaften auch zum engeren Favoritenkreis. Beeindruckend waren allerdings das große Selbstvertrauen und die Cool- und Cleverness, was ihre jeweilige taktische Rennausrichtung betraf.

Alisia Freitag, die süddeutsche Meisterin über 2 000 Meter der W14 des vergangenen Jahres (7,02 Minuten), blieb bei ihrem Sieg zum ersten Mal unter der Sieben-Minuten-Marke (6.45,93 Minuten). Die 15-jährige Esslingerin überließ zunächst der Konkurrenz die Führungsarbeit, reihte sich nach der ersten von fünf Runden als Vierte ein. In der zweiten Runde arbeitete sich Freitag auf Rang drei vor, in der dritten dann auf zwei. Den Turbo zündete sie 200 Meter vor dem Ziel. Gegen diesen Antritt konnte die bis dahin Führende Henrike Mauersberger (SV Langensteinbach) nichts ausrichten. Die Badenerin wurde Zweite (6.47,57 Minuten) vor Ali­sha Pawlowski (LG Tuttlingen-Fridingen/ 6.55,95).

Bei der weiblichen U18 triumphierte Lea Steinbach vom ASV Aichwald die 5 000 Meter mit neuer persönlicher Bestzeit von 18.15,91 Minuten. Die Vizemeisterin des Vorjahres verbesserte sich in Leinfelden um rund 50 Sekunden und hat nach einer taktischen Meisterleistung den Sprung aufs oberste Treppchen verdient. Steinbach lief von Beginn an vorne mit. Nach wechselnden Führungen ging es schließlich zu dritt in die letzte Runde. Obwohl das Tempo stets erhöht wurde, zog Steinbach 200 Meter vor dem Ziel ihren starken Schlussspurt an, dem Celine Kistner (LG Hardt/18.18,62) nicht folgen konnte. Dritte wurde Jule Vetter (LAV Tübingen/18.25,22).

Nach den erfolgreichen Crossläufen (Elfte bei den deutschen und Dritte bei den baden-württembergischen) und nach einem achttägigen Trainingslager in Villach/Kärnten mit der LG Teck, lieferte Alexander Niemela über 5 000 Meter der männlichen U18 ein klasse und ungemein spannendes Rennen. Fokussiert auf den zweiten Platz (Sieger Anthony Hildenbrand konnte er nicht schlagen/16.07,93 Minuten) ging Niemela gleich couragiert zur Sache, setzte sich an die Spitze einer Verfolgergruppe. Als der 16-Jährige dann zu Beginn der Schlussrunde von zwei Konkurrenten überholt wurde, erhöhte der Ochsenwanger 300 Meter vor dem Ziel das Tempo und setzte sich wieder an die zweite Position. Mit einem starken Schlussspurt machte er dann alles klar und sicherte sich in neuer persönlicher Bestzeit von 16.37,95 Minuten (bisher 16.59,32) die Silbermedaille. Dritter wurde Till Federolf (Unterländer LG/16.38,39) vor Leon Zeiger (TSG Heidelberg/16.38,76 Minuten).Martin Moll

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