Lokalsport

Kreuzritter geben Titel als Neu-Ziel aus

Die American Footballer der Albershausen Crusaders wollen morgen einen weiteren Schritt Richtung Regionalliga-Titel und Zweitliga-Aufstieg machen.

Albershausen. Souverän führen die Kreuzritter aus der Butzbachgemeinde die Tabelle der Regionalliga Mitte an: sechs Spiele, sechs Siege, 12:0 Punkte. Morgen gastieren die Pforzheim Wilddogs um 15 Uhr zum Rückspiel im Waldstadion. Erst vor einer Woche hatten die Crusaders den Wilddogs beim 28:6-Auswärtserfolg in Pforzheim nicht den Hauch einer Chance gelassen.

„Wir wollen primär fünf Siege einfahren und so lange es geht um die Play-off-Plätze mitspielen“, hieß die Zielsetzung von Headcoach Michael Frech vor Saisonstart – sechs Wochen und sechs Siege später stehen die Crusaders unangefochten an der Tabellenspitze der Regionalliga. „Selbst für mich ist das etwas überraschend“, gibt Frech zu. „Es scheint, als ob sich das Gefüge schneller gefunden hat, als wir angenommen hatten.“

Im Moment reiten die Albers­hause­ner auf einer Erfolgswelle Richtung Meisterschaft. Dass sie tabellarisch gesehen die beste Regionalliga-Mannschaft in ganz Deutschland stellen, kommt nicht von ungefähr. „Viele Spieler erkennen, dass man auf diesem Niveau auch mal für sich individuell trainieren muss, um ganz vorne dabei zu sein, und das ist im Moment der Fall. Substanz und Reife sind da“, so der 41-jährige Coach. Allerdings sieht er in der ganzen Situation auch etwas Negatives: „Umso besser man dasteht, umso mehr sind die Gegner angestachelt, um einem ein Bein zu stellen.“

Vier Spiele sind es noch bis zum Titel, der laut Frech nun als „aktualisiertes Ziel“ gilt. „Jetzt wollen wir natürlich den Titel“, sagt der Trainer der Crusaders. Morgen die Wilddogs, eine Woche drauf kommen die Darmstadt Diamonds gefolgt von den Weinheim Lonhorns, und zum Saisonfinale am 10. Juli sind die Crusaders beim aktuellen Tabellenzweiten aus Holzgerlingen zu Gast. Die nächsten drei Spiele will Frech auf jeden Fall gewinnen. „Einen Ausrutscher können wir uns jetzt nicht erlauben“, sagt Frech.

Die Play-offs zur zweiten Liga dürften aber nicht mehr in Gefahr geraten, da die beiden ersten Mannschaften sich für die im September beginnende Aufstiegsrunde qualifizieren. Ob es ein Vorteil oder ein Nachteil ist, dass man zwischen dem Rundenende am 10. Juli und den Play-offs eine knapp zweimonatige Pause einlegen muss, dazu hat Frech eine klare Meinung: „Es ist ein Vorteil. Die Jungs können noch mal Urlaub machen und sich dort auskurieren und Kräfte für die entscheidenden Spiele holen.“ Denn in den Regionalligen Ost, West und Nord zieht sich die Meisterschaft in die Länge und ist erst Anfang September beendet – was wiederum für die erholten Crusaders ein Vorteil sein könnte.

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