Lokalsport

„Krümel“ darf von Edelmetall träumen

Wolf Hirth-Pilot Sebastian Nägel steuert bei der Segelflug-WM der Junioren in Australien weiter auf Kurs. Nach drei Wertungstagen liegt der 25-jährige Kirchheimer auf Platz zwei.

Narromine. Gerade mal 14 Zähler trennen den Kirchheimer Junior, der in Fliegerkreisen unter dem Kosenamen „Krümel“ bekannt ist, und seinen Discus 2a von seinem deutschen Teamkollegen Simon Briel (LS 8a). Gut im Rennen ist auch der dritte deutsche Pilot, Thilo Scheffler (LS 8a), auf Platz acht.

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Am zweiten Wertungstag wurden die drei deutschen Standardklasse-Piloten vom Pulk eingeholt, mit dem sie dann die restliche Aufgabe zusammen geflogen sind. Die große Aufgabe war zeitlich anspruchsvoll, ein großes Feuer vor der letzten Wende, das bis zu fünf Meter pro Sekunde Steigen auf 2 800 Meter Höhe brachte, sorgte aber dafür, dass der Pulk noch geschlossen die Aufgabe vollenden konnte. Trotz des schwachen ersten Schenkels konnte das Team die Punktabstände aber gering halten.

Am dritten Tag lief es dann wieder hervorragend für das deutsche Trio. Bei Blauthermik konnte das Team die dreistündige Aufgabe mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 111 km/h ohne nennenswerte Absitzer sicher umrunden und damit die Plätze drei, vier und fünf belegen.

Höchste Konzentration ist gefragt, wenn die Piloten bis zu sieben Stunden bei großer Hitze ihre Luftrennen austragen. Bei der Blauthermik ist das deutsche Team im Teamflug unterwegs, um die hebenden Luftströmungen gezielt zu finden. Denn im Spitzensegelflug sind die Abstände so gering, dass bei einer WM rund 15 Piloten für den Titel infrage kommen. Mit seiner – trotz erst 25 Jahren – großen Erfahrung hat Nägel berechtigte Chancen, von einem Podestplatz zu träumen.