Lokalsport

„Krümel“ unterliegt dem Altmeister

Segelfliegen Beim Grand-Prix-Finale gibt‘s für für Wolf Hirth-Piloten zwei Podiumsplätze.

So sehen Grand-Prix-Sieger aus (v.l.): Sebastian Nägel, Sebastian Kawa und Mario Kießling. Foto: privat
So sehen Grand-Prix-Sieger aus (v.l.): Sebastian Nägel, Sebastian Kawa und Mario Kießling. Foto: privat

Santiago de Chile. Der Pole Sebastian Kawa hat das Finale des Segelflug-Grand-Prix in Chile gewonnen. Sebastian Nägel, in Fliegerkreisen als „Krümel“ bekannt, und Mario Kießling von der Fliegergruppe Wolf Hirth in Kirchheim komplettieren das Podium als Zweiter und Dritter.

Mit einem Tagessieg im letzten Rennen hat Kießling das starke Auftreten der Kirchheimer Segelflieger in Chile noch einmal unterstrichen. Nach 2.36,37 Stunden hatte er die 286 Kilometer absolviert und flog mit einem Vorsprung von gut dreieinhalb Minuten vor dem Tageszweiten, dem Franzosen Didier Hauss, ins Ziel.

Sebastian Nägel hatte bei der Wahl seines Flugweges weniger Glück. Er kam mit knapp sieben Minuten Rückstand auf seinen Teamkameraden von der Hahnweide als Sechster ins Ziel, direkt vor seinem Titelkonkurrenten Sebastian Kawa.

Der 45-jährige Altmeister aus Polen hatte auf den letzten Kilometern seines Fluges einmal mehr sein perfektes Gespür für Höhen- und Geschwindigkeitsmanagement bewiesen und den bis dato vor ihm fliegenden Gintas Zube aus Litauen überholt und so Platz sieben erreicht. Doch selbst der achte Platz hätte dem elfmaligen Weltmeiter Kawa gereicht, um im Gesamtklassement die Nase vorn zu behalten. So siegt der Pole mit 44 Zählern vor Sebastian Nägel mit 42 Punkten, Mario Kießling kommt mit 38 Punkten auf Rang drei. Der dritte Kirchheimer Pilot, Tilo Holighaus, beendete den letzten Finallauf auf dem achten Rang und im Gesamtklassement auf Platz neun.

Die Fliegergruppe Wolf Hirth kann mit dem Ergebnis in Südamerika zufrieden sein. In fünf von sechs Läufen standen Kirchheimer Segelflieger ganz oben auf dem Treppchen, dazu kommen ein zweiter und ein dritter Platz. Sebastian Kawa überzeugte durch konstant gute Leistungen und konnte mit einem Tagessieg, zwei zweiten und zwei dritten Plätzen sowie dem sechsten Rang im Abschlussrennen genügend Punkte sammeln, um am Ende die Nase vorn zu haben.

Lob aus berufenem Mund

Tilo Holighaus lobte im Anschluss an den letzten Wertungstag die Veranstalter in Chile. „Schon jetzt einen großen Dank an die Ausrichter, die sich alle erdenkliche Mühe gemacht hat, um einen tollen Wettbewerb auf die Beine zu stellen.“Lars Reinhold

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