Lokalsport

Lange Gesichter bei den langen Kerls

Volleyball Im Spitzenspiel der Oberliga hat die SG Neckar-Teck gegen Tabellennachbar TSV G. A. Stuttgart III mit 0:3 verloren und verpasst dadurch den Relegationsrang.

Vergeblich gestreckt: Die SG um Martin Widmann und John Reuße (vorne) haben das Spitzenspiel verloren. Foto: Markus Brändli
Vergeblich gestreckt: Die SG um Martin Widmann und John Reuße (vorne) haben das Spitzenspiel verloren. Foto: Markus Brändli

Die Oberliga-Volleyballer der SG Neckar-Teck haben den Sprung auf Tabellenplatz zwei vorerst verpasst. Im Verfolgerduell mit dem TSV G. A. Stuttgart III hatte die Spielgemeinschaft aus Dettingen, Nürtingen und Unterboihingen klar mit 0:3 das Nachsehen.

Als Ersatz für SG-Trainerin Lyubka Sharalieva, die mit den Dettinger Frauen in der Regionalliga in Freiburg gefordert war, stand Andreas Ratzkowski als Taktgeber am Spielfeldrand. Der etatmäßige Trainer der zweiten Mannschaft hatte sich einer schwierigen Aufgabe gestellt. Denn nur zwei Tage vor dem wichtigen Spiel musste SG-Angreifer Thomas Frank seine Teilnahme absagen - aus dem erfreulichsten aller Gründe: Frank war zum zweiten Mal Vater gewordene. So war Ratzkowski gezwungen, Libero Jakob Krenn als Angreifer einzusetzen.

Trotz der ungewöhnlichen Konstellation funktionierte die Aufstellung anfangs gut und brachte den Gastgeber in Führung. Bis kurz vor Ende des ersten Satzes sah es nach einem Erfolg für die Spielgemeinschaft aus, ehe die Gäste von einer Fehlentscheidung des Schiedsgerichts profitierten und mit zwei Punkten Vorsprung den Durchgang für sich entschieden.

Sichtlich geknickt starteten Ratzkowskis Männer in den zweiten Durchgang. Der Spielfluss war durch den Rückschlag aus dem ersten Satz dahin, und Stuttgart spielte ein solides Angriffsspiel. Vor allem über die Außen- und Diagonalposition schafften es die Gäste am Block der Spielgemeinschaft vorbei und punkteten ein ums andere Mal. Ein deutlicher 25:15-Erfolg war die Folge.

Ganz so leicht wollten sich die SG-Volleyballer dann aber doch nicht abspeisen lassen. In Durchgang drei fanden sie wieder ins Spiel zurück, hatten lange die Oberhand. Doch erneut hielt die Konzentration nicht bis zum Schluss. Stuttgart nutzte viele kleine Unstimmigkeiten der Gastgeber aus. Am Ende war es wieder ein knapper aber letztlich verdienter Satzgewinn von 27:25.

Spielfreies Wochenende steht an

Während man aus den Umkleideräumen die Freudengesänge der Gäste hörte, war die Stimmung bei den Gastgebern in der Wendlinger Sporthalle am Berg gedrückt - hatten sich die SG-Spieler Verlauf und Ausgang der Partie doch ganz anders vorgestellt. Zu lange darf sich das Team jedoch nicht mit der verpassten Chance aufhalten. Am Sonntag, 17. Februar, steht das Spiel gegen den MTV Ludwigsburg II an. Spätestens beim punktgleichen Tabellenachbarn sollte die Niederlage vergessen und der Fokus auf die nächsten Punkte gerichtet sein.leh

So spielten sie

SG Neckar-Teck: Babinger, Dokla, Hummel, Krenn, Lehmann, Melzer, Reuße, Schaible, Scheibe, Widmann

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