Lokalsport

Lauria knackt Kugelstoß-Norm für Junioren-EM

Leichtathletik Der Stettener erzielt in Bad Boll mit 18,57 Metern eine neue persönliche Bestleistung.

Bad Boll. Der 1. Mai war für Tizian Noah Lauria ein erfolgreicher Arbeitstag. Beim Kugelstoßmeeting in Bad Boll sorgte der 17-jährige Stettener, der in diesem Jahr von der LG Filder zum VfL Sindelfingen gewechselt ist, mit 18,57 Metern bei der U20 nicht nur für eine persönlicher Bestleistung, sondern überbot auch die EM-Norm (18,50) um sieben Zentimeter.

Für Lauria war es der vorläu-fige Höhepunkt einer bisher zähen Saison mit wenig Wettkämpfen. Der Drehstoßtechniker schrie sich den Frust von der Seele, als die Kugel rund einen Meter über seiner bisherigen Jahresbestleis­tung in den regendurchweichten Tennenbelag einschlug. Warum Lauria bislang nur schwer in die Gänge kam, ist schnell erklärt: Vorausgegangen war eine mittelschwere Corona-Erkrankung des Kreisathleten Ende des vergangenen Jahres, die große Trainingsrückstände mit sich brachte. Bis zur Junioren-Europameisterschaft vom 15. bis 17. Juli in Tallinn hat er jedoch noch genügend Zeit, um die 19-Meter-Marke als selbstgestecktes Ziel zu schaffen.

Einen Tag später startete Tizian Lauria in Baden-Baden im Diskuswerfen. Mit nur einem gültigen Versuch über 52,25 Meter blieb der letztjährige Deutsche Vizemeister der U18 noch knapp einen Meter unter seiner Bestmarke von 53,22 Metern. Die EM-Norm von 56,00 Metern liegt für Lauria, der seinen Fokus in den nächsten Wochen auf die Abiturprüfungen legt, durchaus im Bereich des Machbaren.

Nachwuchsläufer Luca Madeo (LG Filder) sorgte beim „Spitzensport-Langstreckentag“ in Freiburg über 5000 Meter für eine faustdicke Überraschung. Der 18-jährige Schützling von Rudi Persch (Nürtingen) lief als einer von drei eingeladenen Jugendlichen im Männerrennen in 16.13,52 Minuten eine herausragende Zeit und belegte mit dieser am Ende den sechsten Platz. Es siegte Julian Großkopf (LAZ Ludwigsburg) in 15.22,51 Minuten. Die ersten 2000 Meter war der Nellinger mutig im Pulk mitgelaufen, konzentrierte sich dann aber auf sich selbst und lief die nächsten 3000 Meter alleine im gesicherten Mittelfeld.

Es war übrigens der erste Bahnwettkampf über diese Strecke für den ehemaligen Hobbyläufer. Erst im Herbst vergangenen Jahres hatte Madeo bei seinem ersten Straßenlauf über zehn Kilometer in Neuhengstett in 35,23 Minuten einen U18-Streckenrekord aufgestellt und sich mit dieser Zeit nebenbei den vierten Platz in der deutschen Jahresbestenliste gesichert.

Im Einsatz am Wochenende war auch Matteo Redinger (TSV Frickenhausen) beim „Fly up and far Meeting“ in Frankfurt. Der 16-Jährige aus Nürtingen lief die 100 Meter in der männlichen Jugend U18 in 11,27 Sekunden. Dies war die drittschnellste Vorlaufzeit hinter Aaron Amenta vom TV Groß-Gerau (10,97) und Elias Maurer (TSV Viernheim/11,02). Im Finale reichten für Redinger dann 11,30 Sekunden zum zweiten Platz hinter Maurer (11,03). Amenta hatte auf den Endlauf verzichtet. mm

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