Lokalsport

Letzter Sieg gerät zur Nebensache

Volleyball: TTV-Außenangreiferin schwer verletzt

Aufreger beim Saisonkehraus. Im letzten Oberligaspiel beim SV Horgenzell haben die bereits als Meister feststehenden Volleyballfrauen des TTV Dettingen das verletzungsbedingte Aus von Außenangreiferin Heidi Kuhr verkraften müssen. Nachdem sie mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt werden musste, wurde sie von ihren Mitspielerinnen nach dem 3:0-Sieg in die Notaufnahme des Klinikums Ulm begleitet.

Horgenzell. Ohnehin ersatzgeschwächt waren die Dettingerinnen in Horgenzell angetreten. Das Team um Mannschaftsführerin Clarissa Preuß musste auf die erkrankte Außenangreiferin Meike Kehle und die verhinderte Kerstin Schröder verzichten. Weitere Spielerinnen waren nach überstandenen Magen-Darm-Infekten und Erkältungen noch etwas geschwächt.

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Trotz der Umstände startete der TTV konzentriert ins Spiel, wohl wissend, dass die Frauen des SV Horgenzell als abwehrstark gelten. Das Vorrundenspiel hatten die Dettingerinnen knapp mit 3:2 gewonnen.

Durch gezielte Aufschläge setzte Anika Herdtle den Annahmeriegel der Gastgeber unter Druck und die Angriffsreihe um Zuspielerin Sabine Babinger konnte immer wieder mit flexiblen Angriffen punkten. Dann der Schockmoment beim 24:19 – nach einer Blockaktion sank Heidi Kuhr mit schmerzverzerrtem Gesicht zusammen und wurde mit Knieschmerzen vom Feld getragen. Für die Außenangreiferin wurde Lisa Heinrich eingewechselt, die normalerweise auf der Mittelposition spielt. Der Durchgang endete dann 25:19.

Trainer Roland Hunger war ab dem zweiten Satz gezwungen, die Mannschaft umzustellen. Mittelangreiferin Yasemin Pinar wechselte auf die Diagonalposition und Clarissa Preuß auf die Außenposition. Angepeitscht vom inzwischen angereisten Dettinger Herren-Team, das zuvor in Ravensburg aktiv gewesen war und die Horgenzeller Fans in weiten Strecken übertönte, spielten die TTV-Frauen diesen Durchgang souverän runter (25:18).

Zu Beginn des dritten Satzes hatte die Annahme um Libera Tina Frank große Probleme mit den Aufschlägen der gegnerischen Zuspielerin (7:13). Doch mit großem Selbstvertrauen arbeitete sich das Team aus der Schlossberggemeinde wieder zurück ins Spiel. Als Grundlage dienten platzierte Aufschläge von Sabine Babinger (21:21) und flexible Angriffsschläge von Theresa Kober und Yasemin Pinar über die Außenpositionen, die immer im Feld der Horgenzellerinnen landeten (25:21).

Während sich die Frauenmannschaft nun eine Pause gönnt, laufen die Vorbereitungen auf die kommende Regionalliga-Saison im Hintergrund auf Hochtouren. Voraussichtlich wird es eine Liga mit zehn Teams geben und der erste Spieltag wird am Wochenende 8./9. Oktober stattfinden – Zeit genug, sich intensiv vorzubereiten.cp

TTV Dettingen: Babinger, Beck, Frank, Heinrich, Herdtle, Kober, Kuhr, Pinar, Preuß