Lokalsport

Lieber Jäger als Gejagter

Weilheimer entspannt im Titelrennen der B6

Lässt im Titelrennen der Kreisliga B6 noch eines der Spitzenteams Federn – und wenn ja, welches? Diesen Sonntag stehen der AC Catania und der TSV Weilheim II jeweils vor vermeintlich leichten Aufgaben.

Kirchheim. Es wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein Zweikampf bleiben um die Meisterschaft. Denn mit dem AC Catania Kirchheim und dem TSV Weilheim II sind zwei Mannschaften an der Tabellenspitze, die aufgrund ihrer individuellen Qualität für den Rest der Liga kaum mehr schlagbar erscheinen. Einzig der TSV Owen auf dem dritten Rang hat mit einem Spiel weniger noch Außenseiterchancen – jedoch auch nur, wenn eines der beiden Topteams patzt.

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Für Tabellenführer AC Catania steht im Heimspiel gegen den TV Neidlingen II ein weiterer Pflichtsieg auf dem Programm. In ihren bisher drei gespielten Rückrundenpartien erzielten die Catanesi 19 Treffer, und auch gegen die Neidlinger will der AC um Offensivakteur Nick Wongkaew am Sonntag seine Torbilanz weiter ausbauen. „Wir wollen jedes Spiel in der Rückrunde gewinnen und zeigen, dass wir qualitativ in der Kreisliga B6 eigentlich nichts verloren haben“, so Wongkaew, der im Winter nach einem sechsmonatigen Gastspiel beim Bezirksligisten TSV Wendlingen an die Jesinger Allee zurückkam.

Ebenso als klarer Favorit empfangen die zweitplatzierten Weilheimer übermorgen den TSV Ötlingen. Für Weilheims Kapitän Robert Walter ist die Zielsetzung eindeutig: „Wenn wir noch eine Chance auf die Meisterschaft haben wollen, dürfen wir keine Punkte mehr liegen lassen. Deswegen werden wir auch niemanden unterschätzen.“ Das Hinspiel war mit dem 9:2 der Weilheimer Landesligareserve eine deutliche Angelegenheit. Ein ähnliches Ergebnis bräuchte der TSV Weilheim auch diese Woche, um bezüglich des Torverhältnisses weiterhin auf Augenhöhe mit dem AC Catania zu bleiben. Momentan ist die Differenz der Weilheimer um zwölf Tore schlechter als die des ACC. Im Aufstiegsduell zeigt sich Walter dennoch optimistisch: „Ich glaube, dass es mental von Vorteil ist, der Jäger zu sein und nicht der Gejagte.“

Verfolger TSV Owen (3.) ist am Sonntag beim TSV Ohmden (4.) zu Gast. Wenn die Owener im Saisonendspurt in Schlagdistanz bleiben wollen, muss für das Team von Trainer Claus Eberle gegen Ohmden ein Dreier her. Außerdem trifft die TG Kirchheim II (8.) auf die SF Dettingen II (10.) sowie der TSV Oberlenningen (7.) auf den TSV Schlierbach (6.). Zum Kellerduell kommt es derweil in Holzmaden, wo der TSV II (14.) den SV Nabern II empfängt (13.).

Zwar hat der TSV Jesingen II übermorgen spielfrei, nichtsdestotrotz ist der Abgang von Spielertrainer Michael Panknin (wir berichteten) immer noch Topthema in den Lehen­äckern. „Mein Ehrgeiz ist einfach zu groß, um weiterhin aus der zweiten Reihe aus zu agieren. Denn als zweite Mannschaft hat man logischerweise nicht den Stellenwert nach außen um wirklich weiterzukommen“, begründet Panknin seinen Wechsel.

Der 29-Jährige, der im Sommer nach drei Jahren bei den „Gerstenklopfern“ zum TSV Notzingen wechseln wird, hat sich zum Ziel gesetzt, das Team vom Eichert wieder zu erfolgreicheren Zeiten zu führen: „Die Voraussetzungen mit der Sportanlage und den tollen Zuschauern ist vielversprechend.“