Lokalsport

Lust und Frust beim SVN

Tischtennis Während die zweite Naberner Mannschaft Hoffnung im Abstiegskampf der Landesklasse schöpft, trauert die Erste in der Landesliga zwei Punkten nach. Von Frank Duerr

Vergeblich gestreckt: Andrej Plantikow und der SVN haben gegen Birkmannsweiler den Sieg verpasst. Foto: Markus Brändli
Vergeblich gestreckt: Andrej Plantikow und der SVN haben gegen Birkmannsweiler den Sieg verpasst. Foto: Markus Brändli

Zwei Remis in der „grünen Hölle“: Sowohl der SV Nabern (gegen den VfR Birkmannsweiler II) als auch der SV Nabern II (gegen den TTC Aichtal) haben am Wochenende 8:8-Unentschieden gespielt. Danach sah man unzufriedene neben zufriedenen Gesichtern beim SVN. Landesliga-Topspieler Andrej Plantikow, der beide Einzel zu Hause gegen den Tabellenachten VfR Birkmannsweiler II verlor, war sichtlich enttäuscht. „Leider konnte der Zug nicht ganz auf Strecke gehalten werden, wodurch wir den traurigen Marsch mit nur einem Punkt im Gepäck antreten mussten“, so Plantikow.

Die Partie um den Klassenverbleib in der Landesliga war von Beginn an geprägt von intensiven Begegnungen, die aber stets ausgeglichen waren. Neben Baum punktete auch Mannschaftsführer Mike Juretzka doppelt. Plantikow hatte nach seiner nervenzerfetzenden zweiten Einzelniederlage gegen Birkmannsweiler Spitzenmann Ugur Pasaloglu (11:13, 13:11, 10:12 und 12:14) noch das Schlussdoppel vor der Brust. Auch dort präsentierten sich die Naberner mit attraktiven Angriffsbällen, doch in der Verlängerung des Entscheidungssatzes stand es am Ende 11:13 gegen Plantikow/Baum. „Selten so eine tolle Stimmung erlebt und trotzdem überwiegt immer noch der Frust über den Verlust zweier sicher geglaubter Punkte“, zeigte sich Plantikow ernüchtert.

„Spannung kaum ertragen“

Einen Punkt klauten sich die Akteure des SV Nabern II, die parallel zur ersten Garde im Schlussdoppel der Landesklassen-Partie mit Stiffel/Mermi gegen Oehler/Dürr des Tabellendritten TTC Aichtal mit 16:14 gewannen. „Ich habe die Spannung kaum ertragen“, verriet Aichtals Akteur Rudolf Mayer, der für den verletzten Moritz Stiefel ins vordere Paarkreuz gerutscht war. Erfolgreichster Akteur der Naberner war Ben Klenk, der hinten beide Einzel sicherte und dem eigenen Team beim Stand von 6:8 mit seinem Fünfsatzsieg gegen Fotios Pavlidis überhaupt die Chance auf das Remis eröffnete. Nun fehlen den „Greens“ noch vier Punkte auf den TSV Wendlingen II und den Abstiegsrelegationsplatz.

Die Schlussphase der Rückrunde wird daher äußerst spannend, da der bereits feststehende Meister VfL Kirchheim III beim weiteren Konkurrenten TSV Frickenhausen mit 7:9 verlor. Kurzfristig fiel den Frickenhäuser Akteuren der Edeljoker und ehemalige VfL-Akteur Christian Leopold aus. Sein Teamkollege Michael Hohl gewann dafür gegen seine alten Kameraden Andreas Rohr und Martin Hummel souverän. Hohl punktete zusätzlich im Eingangs- sowie im Schlussdoppel mit Christoph Heermann. Damit bescherte er dem Landesklassen-Meister, der auf den verletzten Axel Schorradt verzichten musste, die erste Niederlage der laufenden Runde.

Der Tabellenzweite der Bezirksliga VfL Kirchheim IV wahrte seine Aufstiegschancen mit einem klaren 9:2-Erfolg bei den TTF Neckartenzlingen II. Besonders stark agierte Kirchheims Topmann Jan Nieters, der mit seinem zweiten Einzelerfolg die Partie frühzeitig beendete.

Der TV Bissingen zog mit einem 9:5-Sieg gegen den TV Hochdorf II an den Neckartenzlingern vorbei, kann aber nun in den letzten beiden Partien nicht mehr aus eigener Kraft Platz zwei erklimmen.

Naberns Vierte braucht Schützenhilfe

In der Bezirksklasse unterlag der SV Nabern IV in der Gruppe eins dem Tabellenführer TTC Aichtal II deutlich mit 3:9 und gewann gegen den TTC Altbach ebenso klar mit 9:2. Nun muss die Truppe um Markus Sauermann die restlichen Partien gewinnen und gleichzeitig auf einen Patzer der SG Erkenbrechtsweiler-Hochwang hoffen, um mit einem Sieg im letzten Saisonspiel gegen die Truppe vom Albvorland mit dem ehemaligen Kollegen Franco Sciata Punktgleichheit herzustellen. Das Spielverhältnis spricht aber deutlich gegen die Teckstädter. Der SV Nabern III hat nach dem 9:1-Kantersieg gegen den direkten Konkurrenten TTF Neuhausen III die Tabellenspitze erobert.

Gut lief es auch für den VfL Kirchheim V, der nach dem überraschenden 9:1-Erfolg gegen die TTF Neckartenzlingen III aus der Abstiegszone kletterte.

Der TSV Jesingen muss hingegen nach der 2:9-Niederlage gegen die Wernauer Sportfreunde weiter bangen. Der Abstand auf den TB Neuffen, der den den Abstiegsrelegationsplatz belegt, Partien beträgt bei fünf verbleibenden fünf Punkte.fd

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