Lokalsport

Markige Worte vor den Wochen der Wahrheit

Fußballszene In Weilheim wird die verbale Brechstange rausgeholt – Der VfL wittert wieder Relegationsluft

Weilheim. Nach der 0:4-Pleite in Ebersbach steuert Fußball-Landesligist TSV Weilheim unaufhaltsam in gefährliches Fahrwasser. Der Vorsprung auf Relegationsrang zwölf beträgt nur noch vier Zähler. „Wer jetzt nicht aufwacht und sich selbst an den Eiern packt, ist fehl am Platz. Es zählen nur noch Punkte, egal wie. Ich bin gespannt, ob die Spieler auch Abstiegskampf können“, findet TSVW-Trainer Christopher Eisenhardt markige Worte nach ernüchternden 90 Minuten.

„Ich will im Training jetzt klare Zeichen der Spieler sehen. Sie sind jetzt auch in der Pflicht und sollen sich nicht nur hinter mir verstecken“, redet „Eise“ Tacheles. „Es wird eine große Aufgabe das Team so zusammen zu halten mit all den Störgeräuschen, aber diese Herausforderung möchte ich unbedingt meistern“, ist Eisenhardt willens, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu ergattern.

Der jüngste Negativlauf und die Abstiegsgefahr begünstigen den vom neuen Weilheimer Abteilungsleiter Paul Schrievers anvisierten Umbruch offenbar nicht. „Wir sind weiter dran und befinden uns in vielen Gesprächen. Momentan gibt es noch nichts Neues an der Spielerfront zu vermelden“, sagt Schrievers, der parallel zum Spiel der „Ersten“ am gestrigen Sonntag wenigstens selbst erfolgreich mit der zweiten Mannschaft in der Kreisliga A in Jesingen war.

Unverhofft kommt oft

Begünstigt durch Patzer der Konkurrenz und einem eigenen 1:0-Heimerfolg gegen Neuhausen schnuppert der VfL Kirchheim in der Bezirksliga nach dem bestätigten Punktabzug unter der Woche wieder an der Aufstiegsrelegation. Während Primus SC Geislingen durch das 5:2 bei der SGEH weiter einsam seine (Meister-) Kreise zieht, rangeln sich dahinter gleich fünf Teams mit nur vier Punkten Abstand um Rang zwei. „Geislingen war heute eine Nummer zu groß für uns. Das haken wir ab und machen es nächste Woche wieder besser. Wir schauen nur nach uns und spielen so oder so eine tolle Runde“, konstatiert SGEH-Coach Dieter Hiller.

Die Niederlage der Älbler und der Oberensinger Ausrutscher in Nellingen bringen den VfL wieder mit in die Relegationslotterie. „Wir haben Platz zwei im Blick und bleiben am Ball“, gibt sich Abteilungsleiter Oliver Klingler weiter kämpferisch. Die Verantwortlichen um Klingler basteln bereits eifrig am Gesicht der Mannschaft für die kommende Spielzeit. „Zwölf Spieler aus der aktuellen Mannschaft haben fix zugesagt, dazu kommen bereits sechs Neuzugänge. In den nächsten Tagen stehen noch weitere Neuverpflichtungen im Raum“, erklärt Klingler. Jonathan Willig und Benjamin Sigel kommen mit Neu-Trainer Michel Forzano vom AC Catania. Andreas Hiller aus der eigenen U19 hat ebenfalls bereits unterschrieben. Forzano, im Übrigen Wunschtrainer von Klingler („jung und willig“) und seit kurzem B-Lizenz-Inhaber, hat bei den anstehenden Gesprächen mit Spielern und der Abteilungsleitung, sowie den Aufstiegsambitionen bei den Catanesi in der „A2“ einen Spagat zu meistern. „Es ist viel Arbeit mit der Doppelbelastung. Wenigstens konnte ich heute noch die zweite Halbzeit gegen Neuhausen meiner künftigen Mannschaft anschauen“, so Forzano.

Den Bezirksliga-Klassenerhalt bereits praktisch perfekt gemacht hat Neuling TV Neidlingen mit einem souveränen 4:0-Heimerfolg gegen Kuchen. „Ein Punkt fehlt zwar noch zum Saisonziel, aber wir werden nicht nachlassen“, resümiert ein zufriedener TVN-Spielertrainer Patrick Kölle, der mit seinen Saisontreffern 20 und 21 selbst maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt hat.Walter Rau

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