Lokalsport

Martinovic weg: Knights mit Not-Truppe

Die Not ist groß: Kirchheims Basketballer fahren mit dem letzten Aufgebot zum ProA-Duell beim Spitzenreiter.

Kirchheim. Gestern Morgen gegen neun begaben sich die Spieler von Basketball-Zweitligist VfL Kirchheim Knights auf den Weg nach Vechta, doch nicht alle bekannten Gesichter waren zu sehen: Gerade einmal neun Ritter empfing Trainer Michael Mai, darunter auch Nachwuchsspieler Akant Sengül, der sich aufgrund der Notsituation bereit erklärt hatte, die Ritter mit nach Vechta zu begleiten, und Dennis Tinnon, der unter der Woche erstmals wieder am Mannschaftstraining teilnahm. Dagegen standen Jordan Wild (Verstauchung des Handwurzelknochens), Tim Burnette (Muskelfaseriss) und Tomislav Martinovic auf der Ausfallliste – die personelle Lage ist schwierig.

Eine Absage der ungewöhnlichen Art erhielten die Knights-Offiziellen am Mittwoch von Guard Tomislav Martinovic. Der informierte die Verantwortlichen, dass er ab sofort nicht mehr für die Knights spielen wolle. „Wir waren über Tomis Nachricht überrascht, haben aber Verständnis dafür, dass die Belastung durch Arbeit und das Pendeln nach Kirchheim sehr hoch war“, erklärte dazu Geschäftsführer Christoph Schmidt.

Positiv: die Rückkehr von Forward Dennis Tinnon ins Mannschaftstraining. „Dennis hat in den vergangenen Tagen große Fortschritte gemacht. Er hatte bereits einige Übungen mitgemacht. Bei der abschließenden Untersuchung am Mittwoch erhielt er dann die Freigabe für das komplette Mannschaftstraining“, sagte Mai.

Erneute Rückschläge also für die Knights im Gastspiel bei Tabellenführer Vechta, der seinerseits unter der Woche mit den krankheitsbedingten Ausfällen von Jeremy Dunbar und Christian Standhardinger zu kämpfen hatten. Beide werden aber zum Spiel voraussichtlich fit sein. „Für uns ist der Ausfall von drei Spielern und dem Trainingsrückstand von Dennis Tinnon eine extreme Belastung. Ich freue mich deshalb, dass uns die Basketballabteilung des eingetragenen Vereins entgegenkommt und Akant uns zum Spiel nach Vechta begleiten kann. Wir wissen, dass für die Oberligamannschaft am Sonntag ein schweres Spiel ansteht.“ Eine Hand wäscht die andere – bei den Basketballern gelebte Wirklichkeit.cs

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