Lokalsport

Mehr Spitzenspiel geht nicht

Volleyball Dem TTV Dettingen winkt im Gipfeltreffen mit dem USC Konstanz die Tabellenführung der Regionalliga.

Gut gelaunt ins Spitzenspiel: Heidi Kuhr und die TTV-Frauen. Foto: Markus Brändli
Gut gelaunt ins Spitzenspiel: Heidi Kuhr und die TTV-Frauen. Foto: Markus Brändli

Dettingen. Paradies heißt der Stadtteil, in dem die Volleyballteams des USC Konstanz ihre Heimpartien austragen. Wie im siebten Himmel fühlen sich zurzeit die Frauen des Vereins. Drei Siege, acht Punkte, Spitzenreiter der Regionalliga.

Mit Aufwind kennen sich aber auch die Dettingerinnen in dieser Runde aus. Nur das aktuell schlechtere Satzverhältnis sorgt für Platz zwei. Mit dem schönen Begleiteffekt, dass in der Dettinger Sporthalle am morgigen Samstagabend ab 20 Uhr ein echter Hit ansteht. Zweiter gegen Erster - mehr Spitzenspiel geht nicht.

„Wir freuen uns alle auf die Partie“, sagt TTV-Trainer Roland Hunger, dem die Erleichterung über den Positivstart seines Teams deutlich anzumerken ist. Bis auf Diagonalspielerin Katharina Koch (verhindert) seien alle bereit für den Schlager, der entweder die Bestätigung des bisherigen Leaders oder die Wachablösung durch den TTV bringt. Dettingens Coach bleibt mit einer Prognose allerdings vorsichtig. „Es dürfte viel von der Tagesform abhängen“, sagt er, „ Konstanz wird für uns zum echten Gradmesser.“

Im Punktspielbetrieb begegneten sich TTV und USC noch nie. Einen Vergleich mit der Mannschaft, die von der einstigen rumänischen Erstligaspielerin Alina Lupu trainiert wird, gab es allerdings im September. Beim Vorbereitungsturnier in Fellbach unterlagen die Dettingerinnen in einem auf zwei Gewinnsätze verkürzten Match mit 0:2. „Ich hatte in diesem Turnier einiges ausprobiert, deshalb hat dieses Resultat wenig Aussagekraft für die morgige Partie“, sagt Roland Hunger.

Gelingt den Gastgeberinnen eine ebenso konzentrierte Vorstellung wie in den ersten drei Liga-Spielen, ist der Gipfelsturm drin. Zumindest haben die TTV-Akteurinnen in den ersten drei Saisonpartien gleich mehrere Dinge bewiesen: eine bemerkenswerte Nervenstärke, eine solide bwehr und Siegeswillen. „Wir wollen in dieser Saison angreifen“, hatte TTV-Abteilungsleiterin Clarissa Preuß kurz vor Rundenstart relativ unbeschwert angekündigt. Vier Wochen später sind die Dettinger Volleyballerinnen bereits mitten drin im Offensivmodus - zumindest bis morgen Abend. Reimund Elbe

Eingespieltes Team mit höherklassiger Erfahrung

Neuling USC Konstanz rockt die Regionalliga. Für Insider keine Überraschung. In dem Team tummeln sich ehemalige Erst- und Zweitligaspielerinnen, zudem spielt der USC bereits seit drei Jahren in nahezu identischer Formation zusammen. „Das macht natürlich viel aus“, findet Spielführerin und Außenangreiferin Lina Hummel.

Den Sprung in die Regionalliga habe das Team zudem auch mental gut gemeistert. Vor dem morgigen Hit bleibt die Außenangreiferin freilich in der Defensive. Hauptgründe: Der USC kann nicht in voller Besetzung antreten, zudem habe man durchaus Respekt vor dem TTV. „Die Dettingerinnen scheinen schon einen guten Rhythmus zu haben und werden sicher entsprechend selbstbewusst in die Partie gehen“, vermutet Lina Hummel.

Die Konstanzerinnen kommen jedoch mit einer ganz besonderen Empfehlung. Den Titelmitfavoriten FV Tübinger Modell servierten sie in der heimischen Schänzlehalle am vergangenen Spieltag glatt mit 3:0 ab. rei

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