Lokalsport

Mit breiter Brust ins Tollhaus

Basketball Noch liegen die Kirchheim Knights mit Platz sieben auf einem der begehrten Play-off-Plätze. Im Spiel gegen den Tabellenelften Chemnitz Niners kommt es jetzt darauf an, den Positiv-Trend zu stabilisieren.

Sein Einsatz ist fraglich: Die Sprunggelenksverletzung von Tre Burnette macht den Knights Kummer.Foto: Tanja Spindler
Sein Einsatz ist fraglich: Die Sprunggelenksverletzung von Tre Burnette macht den Knights Kummer.Foto: Tanja Spindler

Zum 21. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga reisen die Kirchheim Knights am morgigen Samstag nach Chemnitz. Das Duell ist dabei richtungsweisend. Mit einem Sieg könnten die Ritter einem direkten Konkurrenten um die Play-offs enteilen.

Mit den Erfolgen gegen Ehingen und Hamburg liegen die Korbjäger aus Kirchheim wieder auf Kurs. Nach vielen Verletzungen und dem Wechsel von Toney McCray zu Tre Burnette erhofft sich die Mannschaft von Trainer Anton Mirolybov eine Phase ohne Unterbrechungen. „Die letzten Wochen waren mental und physisch sehr hart für die Mannschaft. Wir brauchen jetzt Konstanz in unserem Trainingsrhythmus, um unsere Leistung zu stabilisieren und an Details zu feilen“, so Mirolybov. Den ersten Dämpfer gab es allerdings schon im Spiel gegen Hamburg. Neuzugang Tre Burnette verletzte sich im Schlussviertel am Sprunggelenk und musste unter der Woche pausieren. Hinter seinem Einsatz in Chemnitz steht noch ein Fragezeichen. Brian Wenzel musste bereits gegen Hamburg zusehen. „Wir wollten bei Brian kein Risiko eingehen und haben ihn nach Absprache mit unserem Teamarzt gegen die Towers nicht eingesetzt. Wir hoffen, dass er gegen Chemnitz so weit ist, aber auch das wird sich erst kurzfristig entscheiden“, erklärt der 40-jährige Finne.

Derzeit liegen die Ritter vier Punkte vor den Sachsen. Doch Mirolybov warnt: „Chemnitz steht schlechter da als sie sind. Die Tabellensituation spiegelt nicht das Leistungsvermögen dieser Mannschaft wider. Sie hatten zu Saisonbeginn einige Schwierigkeiten, aber grundsätzlich ist das eine Spitzenmannschaft“, so Mirolybov. Mit Brad Tinsley und Hugh Robertson haben die Niners auf die Probleme bereits reagiert und zwei ProA-erfahrene Kräfte verpflichtet. Topscorer im Team von Trainer Pastore ist Malte Ziegenhagen. Der deutsche Shooting Guard erzielt im Schnitt 15,6 Punkte und überzeugt auch in der Verteidigung. Mit Center Joe Lawson und Michael Fleischmann stehen weitere Spieler mit klangvollem Namen in der Chemnitzer Mannschaft. Zudem gilt die Truppe als heimstark, unterstützt von meist mehr als 2 000 Zuschauern, die die Heimstätte der Niners regelmäßig in ein Tollhaus verwandeln.

Trotzdem rechnen sich die Knights Chancen aus. Das Hinspiel Anfang November gewann man immerhin mit 72:68 für sich. Entscheidende Akteure damals: Kapitän Andreas Kronhardt und Aufbauspieler Charles Barton, die immer wieder Lösungen fanden, um die Abwehr von Chemnitz zu überwinden. „Das Spiel ist für uns sehr wichtig. Chemnitz wird alles daransetzen, uns zu schlagen. Sie müssen gewinnen, um im Rennen zu bleiben. Darauf müssen wir eingestellt sein und dagegenhalten“, gibt Mirolybov die Marschrichtung vor. Spielbeginn ist am Samstag um 19 Uhr.cs

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