Lokalsport

Mit einem Punkt gut bedient

Fußball-Landesligist mit glücklichem 2:2 zum Jahresabschluss gegen Dorfmerkingen

Nach zwei Siegen in Folge hat sich der TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga zum Abschluss des Jahres mit einer Punkteteilung zufrieden geben müssen. Die Elf von Trainer Alexander Hübbe konnte jedoch zufrieden mit dem 2:2 (2:2) gegen die SF Dorfmerkingen sein, die die bessere Mannschaft waren.

Spielplan

Endstation SFD-Goalie Zech: Weilheims Kapitän Daniel Heisig hatte zwölf Minuten vor Schluss die große Chance auf den Weilheimer
Endstation SFD-Goalie Zech: Weilheims Kapitän Daniel Heisig hatte zwölf Minuten vor Schluss die große Chance auf den Weilheimer Siegtreffer, der den Spielverlauf jedoch auf den Kopf gestellt hätte. Foto: Markus Brändli

Weilheim. Obwohl seine Mannschaft nicht die beste Leistung zeigte, sah TSVW-Coach Hübbe den Punktgewinn vor dem Hintergrund des Spielverlaufs positiv: „Wir sind von Anfang an nie richtig reingekommen, und Dorfmerkingen ist besser als es der aktuelle Tabellenplatz aussagt.“ Ein Lob, das seinem SFD-Widerparte Helmut Dietterle wenig half: „Vor der Partie wäre ich mit einer Punkteteilung zufrieden gewesen. Aber so wie es gelaufen ist, hätten wir gewinnen müssen.“

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Nach nicht einmal vier Spielminuten gelang Simon Vesel mit einem sehenswerten Kopfballtor die 1:0-Gästeführung (4.). Die Weilheimer Mannschaft zeigte sich wenig beeindruckt, konnte wenige Minuten später durch André Kriks nach schöner Vorarbeit von Can Kanarya zum 1:1 ausgleichen (13.). Danach fast die Weilheimer Führung, aber eine Direktabnahme von Ferdi Er konnte von einem Dorfmerkinger Abwehrspieler gerade noch geklärt werden (20.).

Auch in der Folgezeit waren die Gäste, vor allem spielerisch, das bessere Team und kamen nach einer Unachtsamkeit in der Weilheimer Hintermannschaft, erneut durch Simon Vesel, der sich im Strafraum glänzend durchsetzen konnte, zur 2:1-Führung (23.). In den darauffolgenden Minuten konnten die Limburgstädter froh sein, nicht deutlicher in Rückstand geraten zu sein. Der Dorfmerkinger Florian Wille vergab gleich zweimal in aussichtsreicher Position (29., 39.).

Als eigentlich niemand mehr damit gerechnet hatte, gelang dem TSV Weilheim noch vor der Pause das Ausgleichstor. Nach einem Schussversuch von Mike Tausch wehrte der Dorfmerkinger Peter Niederer das Leder mit den Händen ab – ob innerhalb oder außerhalb des Strafraums, war für Schiedsrichter Martin Traub kein Thema. Er zeigte, ohne zu zögern, sofort auf den Elfmeterpunkt. Für SFD-Coach Dietterle eine falsche Entscheidung: „Das Handspiel war außerhalb des Strafraums“, glaubt er gesehen zu haben. Nederer konnte es selber nicht sagen: „Ich bin ausgerutscht und weiß nicht mehr, wo ich stand.“ So oder so ließ sich Ferdie Er diese Chance nicht entgehen und verwandelte sicher vom Punkt zum 2:2-Ausgleich (43.).

Nach dem Seitenwechsel erhofften sich die Weilheimer Fans vor ihrer Mannschaft eine Leistungssteigerung, aber es änderte sich recht wenig. Die Gäste waren weiterhin das bessere Team und die Limburgstädter konnten von Glück reden, nicht schon kurz nach der Halbzeitpause erneut in Rückstand geraten zu sein. Schon nach wenigen Minuten bewahrte der Weilheimer Torwart Hannes Ihring seine Farben vor einem Rückstand, als dieser das Leder gegen den frei vor dem Tor stehenden Florian Wille gerade noch abwehren konnte (49.).

Wenige Minuten später hatten auch die beiden Dorfmerkinger Christian Scherer, der ebenfalls an Ihring scheiterte, und erneut Florian Wille (kam frei vor dem Tor einen Schritt zu spät) kein Glück. Danach konnte der TSV Weilheim die Partie wieder etwas ausgeglichener gestalten, aber nennenswerte Torchancen gab es vorerst keine für die Limburgstädter. Die mit Abstand beste Möglichkeit für die SFD vergab Jan Hasenmaier, als er einen Foulelfmeter an den Innenpfosten schoss (72.).

In einer spannenden Schlussphase hatte die Elf von Trainer Alexander Hübbe noch eine Riesenchance, das Spiel für sich zu entscheiden. Doch der aufgerückte Innenverteidiger Daniel Heisig scheiterte nach einem Missverständnis in der Dorfmerkinger Abwehr alleine vor dem Tor an Dorfmerkingens Keeper Christian Zech (78.).

Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Traub brachte es der Dorfmerkinger Unglücksrabe, Peter Niederer, der den Handelfmeter verschuldet hatte, auf den Punkt: „Es ist schon bitter, wenn man nach solch einem Spiel mit nur einem Punkt nach Hause fahren muss.“me