Lokalsport

Mit Holz auf dem Weg

Extremsport Für Anton Klein ist keine Prüfung zu hart. Der 64-Jährige aus Dettingen gehört nach einem Marathon mit geschultertem Baumstamm aktuell zu den auffälligsten Erscheinungen in der hiesigen Laufsportszene. Von Reimund Elbe

Extrem-Rentner Anton Klein aus Dettingen beim Training - läuft Marathon mit Baumstamm auf dem Rücken.
Anton Klein ganz groß über Bissingen: Der 64-Jährige aus Dettingen joggt regelmäßig mit einem 21 Kilo schweren Baumstamm auf den Schultern die Teck hinauf. Foto: Markus Brändli

Ein ungewöhnlich lauer Novembernachmittag am Parkplatz Hörnle. Unterhalb der Teck tummeln sich kurz vor Sonnenuntergang trotz prächtigen Panoramas nur noch eine Handvoll Spaziergänger. Die gemütlich Dasitzenden werden Sekunden später aus ihrer Besinnlichkeit erweckt. Vom Tal her kommend kreuzt plötzlich joggend Anton Klein auf - mit einem über 21 Kilo schweren Teil eines Baumstamms im Nacken. „Ein positiv Verrückter“ sei der 64-Jährige, sagt Sabine Wagner. ...

iDe riehnhiKemrci leetetgib edn Snoire eib ejren isiiebennrsaH-thrneitTg onv eneDttngi huanif uaf dei kTce ndu - udn izget sRteekp den teraginnrirn.sTpa snrciltuhea, wie re end vno Dtngintee hrei hfnaui mti mde rhecenws uBmasmtma mi nNkeac etmegestir stnuat e.si

er'ekc1ectertoe ra'nl(t yg-nSt,lofS u,rte :'d{"iwht" 0"0g"h,e3h:ti 05,2 i"e"oi:dnsnm ,03[0[ ]20,5] bem:l"i"o ath eib rmi ttses eein elRlo nerniter shci ,iKnle dre etsi eneginw Mnoneat in tneRe its - onv -AinikSpl nHda- nud ibs ihn zu ikidoA erhciet nteis nesi eoetpier.Rr ilrieetewMtl heest red suftLopar nagz nebo ufa edr inE inegw lzost hcestin erd eignerttD itm dem maBtmsuma mi erzuK snoch zu sn,ie lsa rgFeoak-oecfttnbTo uMkasr ied nsaizrenTesgni ma rnelHö nud edi nsneewndae nhaarfdiu irueginge ,eganfr ob nKeli nnu erd moke.m stag rde trntchuiidearr idenerwk nrieoS anhc,eld gbit hics elkroc ndu cnr.uwseehbt

iDbea aht tnAon ieln,K dne leal rnu nTio nennne, eni inh uzm rxotrtepEsm kemab chi ide sDegnaoi übre inee ncszhimdiie chnti herbeial sgat edr Drnteitge onffe, oprSt ies medtise ihn onch emrh ni ned ogruddnreVr ehsit emmir das Sneiba grWe,na bneseo wie dre rzu puerpG ukl ufro rnde,öegh ereni ntbu seihcmentg S-ropt ndu ptzeerrFieiugp sua red .Teecongkri Deren rBdniabeet wteegb chsi ovn Wlda- dnu hntoirlTa bis hni zu ni mhoihpalnec rMtee tualte senur ntoteb eTamehfc hcMeali shc .Fu klu rfuo eid btnu csgeemhit tproS- und griizFupeptree aus erd ke,ignoecTr edr huac tAnno nKeli oFto: Mksura fteeroeKsemirlns tah tAonn Kneil zuemd sneie tetmglse,lu tzdeueirre ckuerZ udn chi.leFs tpegelsi shic in nde sicnieezdnhim reUnusetnnucgh spitvio dcteilhrs er nesobe rutrefe ewi reerce.lhtit Seni reeun dTren, mti Bmamautms mi ecNkna uz nul,fae sei udhrc lafuZl tsedeta.nnn wra edr uekoterdserrvclhW mseeni utsnefdrproSe htMmee irpektiarutle rde Dtgenetir nsei hliigHhgt 0.220 mA .13 bOterko vbasoeertli elniK in bneHlrnoi einen rtaafaoluMhn mti muBsmmata ni eshsc tenSdnu udn 20 Mi,nunet riefete mi eliZ ihsc dnu orv elnal eginnD nesnei K.eulpm ggin im sti uaf Wejredraodlgtk mi aramua-tnBs,lthaumMfmao katenck ni 557, eStdunn eid asekBter.m eiD ltezent teerM fiel re mit enbgeercohn eeinBn ewrä ihc ratnk ine irWenbziee dnu pnsgar andach in edn reNcka. Extoetiervrter negteoZniess iew ndis für onAtn neKil satoriIpnsn-i ewi eslteloiqi.toavMun tis cimh eenik stlelt dre ietrtngDe r la.ktMi ienme umaBmtsma im Necnka hcrud die gceoTinerk zu l,ufena ehtiscn friciehl tnhci alel erwseertsnt.ebr abeh es hncit romnitmeekt nbiaeS ern,aWg edi es in rreih irereaKr ibs umz anaalmobtrHh cgaehtrb ath. reD Bamasmtum bbltei uhac an sdeime edAnb ebmi eiSn,or hee dei raidnnTneieer hcintgRu cTke nned.hectsiwn eDr ieen tgrae esd neanrde atsL - ien tM,oot ads tdiuszmen rfü nnAto Knlie icnht itlg.

Kämpfer für Streuobstwiesen

Anton Klein läuft nicht nur ab und an mit einem Baumstamm im Nacken auf die Teck und zurück, sondern pflegt auch andere naturbezogene Hobbys. „Obstbaumwiesen und die Imkerei“, nennt der 64-Jährige als weitere Betätigungsfelder.

Ein großes Anliegen ist ihm dabei der Streuobstwiesenerhalt in der Region. „Gleichermaßen ist mir auch die Bienenhaltung wichtig“, stellt der Dettinger klar.

Dazu passt die jüngste Meldung, dass seit Jahrzehnten die Streuobstbestände in Baden-Württemberg immer weiter abnehmen. In einer Studie der Universität Hohenheim wurden zuletzt 7,1 Millionen Hochstämme gezählt, 1965 seien es noch 18 Millionen Bäume gewesen, 2009 noch gut 9,3 Millionen. rei