Lokalsport

Mit kühlem Kopf das Spiel gedreht

Basketball Die Knights wie aus einem Guss – im Schlussviertel : In Paderborn blies die Mai-Truppe nach fast permanentem Rückstand erfolgreich zur Aufholjagd.

Paderborn strauchelt: Die Knights mit Topscorer Seth Hinrichs (rechts) sind schneller am Ball.Foto: Köppelmann
Paderborn strauchelt: Die Knights mit Topscorer Seth Hinrichs (rechts) sind schneller am Ball.Foto: Köppelmann

Die Siegesserie von Basketball-Zweitligist Kirchheim Knights geht munter weiter: Gestern Abend waren die Uni Baskets Paderborn das Opfer. Die Ritter gewannen 80:75 (42:49), doch es war ein hartes Stück Arbeit. Lange lagen die Kirchheimer zurück, erst im Schlussviertel gelang es der Truppe um Kapitän Kronhardt, die Partie zu drehen. Mit 21 Punkten wurde Seth Hinrichs Topscorer der Partie.

Zu Beginn des Spiels taten sich die Teckstädter schwer. Die aggressive Verteidigung der gut eingestellten Gastgeber ermöglichte den Kirchheimern kaum einfache Punkte. Die Paderborner hatten allerdings ebenso einen schwachen Start. Beim Stand von 6:6 kam der erste Einbruch des Teams aus Schwaben. Plötzlich ging in der ohnehin stockenden Offensive nahezu nichts mehr. Innerhalb weniger Minuten erhöhten die Hausherren ihren Vorsprung auf 20:7, und am Viertelende führten sie gar 33:15. Die Ritter waren offensichtlich noch nicht im Spiel angekommen.

Doch jetzt zeigte sich, was großes Selbstvertrauen bewirken kann. Im Bewusstsein, jederzeit zurück kommen zu können, beruhigten die Kirchheimer immer mehr das Spiel und übernahmen nun die Kontrolle. Die Defensive bekam nun besseren Zugriff, und in der Offensive wirbelte der wiedergenesene Jonathon Williams. Er erzielte sämtliche seiner 19 Punkte in der ersten Halbzeit und hielt seine Mannschaft damit im Spiel. In die Kabinen ging es mit einem Rückstand von 42:49 – nur noch sieben Punkte.

Das dritte Viertel begann so wie die Partie: Bei beiden Mannschaften wollte in der Offensive nicht viel klappen. Immer wieder rieben sich die Teams an der gegnerischen Abwehrreihe auf. Doch beide Mannschaften kämpften verbissen. Dies hatte vor allem für Kapitän Kronhardt Folgen, der mit seinem vierten persönlichen Foul früh auf die Bank musste.

Mit unverändertem Rückstand ging es ins Schlussviertel, in dem die Ritter gewohnte Kaltschnäuzigkeit gegen zunehmend nervöser werdende Paderborner zeigten. Zwar zeigten die Uni-Basketballer noch einige spektakuläre Würfe, doch ruhig pflegten die Knights ihren Stil und gingen folgerichtig erstmals durch Seth Hinrichs in Führung. Noch einmal führte Paderborn mit drei Zählern, doch Preston Medlin sorgte für die Entscheidung wenige Sekunden vor Spielende.

„Es war ein hartes Stück Arbeit. Aber wir haben uns den Sieg am Schluss verdient“, resümierte der zufriedene Trainer Michael Mai, der mit seiner Truppe morgen Nachmittag gegen die Niners Chemnitz antritt (ab 17 Uhr, Sporthalle Stadtmitte).cs

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