Lokalsport

Mit Lust und Laune

Fußball-Bezirksligist SGEH rechnet sich gegen Aufstiegsaspirant Göppingen was aus

Die SGEH-Kicker machen ihrem Noch-Trainer den Abschied nicht gerade leicht: Wie aufgedreht sammelt der Fußballbezirksligist von der Alb Punkt um Punkt. Am Sonntag soll Relegationsanwärter SGM T/T Göppingen dran glauben.

Den Ball im Blick, die Göppinger im Sinn: Cosimo Attorre (re.) und die SGEH peilen morgen gegen die aufstiegsambitionierten Stau
Den Ball im Blick, die Göppinger im Sinn: Cosimo Attorre (re.) und die SGEH peilen morgen gegen die aufstiegsambitionierten Stauferstädter Zählbares an. Foto: Genio Silviani

Erkenbrechtsweiler. Der Auftrag Klassenerhalt ist so gut wie erfüllt, da wendet sich der scheidende Coach Georgios Karatailidis neuen Zielen zu. Grund: Lokalrivale FC Frickenhausen, einst bis zu drei Spielklassen über der SGEH agierend, ist für den Tabellensechsten plötzlich in Reichweite gerückt. „Es gibt schon noch einige Chancen, noch näher an den FCF heranzurücken“, lautet die Einschätzung des SGEH-Trainers, der mit seinem Team am 22.  Mai im Hardtwaldstadion auf den Landesliga-Absteiger trifft.

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Aktuell sind die beiden Clubs bereits Tabellennachbarn: Der FCF (47  Punkte) ist Tabellenfünfter, die Sportgemeinschaft folgt einen Platz dahinter mit fünf Zählern weniger. Ehe es am 32. Spieltag zum direkten Duell kommt, soll das Punktekonto der SGEH nach Wunsch des Trainers noch ordentlich anwachsen. „Wenn meine Mannschaft weiter mit Lust und Laune spielt, wie sie es seit einigen Wochen tut, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir weiter punkten.“

Zur ersten Nagelprobe für das ambitionierte Vorhaben kommt es am Sonntag gegen den Aufstiegsrelegationskandidaten SGM T/T Göppingen. Dessen jüngste Empfehlung basiert auf zehn geschossene Tore in der Partie gegen den TSV Denkendorf. „Natürlich habe ich dieses 10:4 aufmerksam registriert“, betont Karatailidis, „aber es ändert nichts an der Ausgangslage, dass wir aktuell die Form und die Kondition haben, am Sonntag auch gegen die Göppinger zu bestehen.“

Die noch vor Wochen vorherrschende Unsicherheit über den Ligaverbleib ist neuem Selbstbewusstsein gewichen. Zumal die SGEH im Hinspiel dem Titel-Topfavoriten ordentlich zusetzte, zunächst durch Kapitän Marc Weger sogar 1:0 in Führung ging. „Wir hatten dann Pech mit einer Schiedsrichterentscheidung und verloren letztendlich viel zu hoch“, erinnert sich Karatailidis an das 1:4-Match unterm Hohenstaufen. „Meine Mannschaft hat auf jeden Fall schon damals bewiesen, dass sie mit diesem Gegner mithalten kann.“

Der Coach setzt auch gegen die Göppinger auf ein 4-4-2-System. „Auch durch den Winterzugang Cosimo Attorre kann ich diese spieltaktische Variante endlich optimal spielen“, betont er – Attorre und Co. bedanken sich mit Toren, wie jüngst beim 5:3 gegen den FC Donzdorf.

Gelassen reagiert Georgios Karatailidis auf die hinter den Kulissen kursierende Befürchtung, nach seinem Wechsel nach Neckartailfingen könne es eine Spielerwanderung von der Alb an den Neckar geben. „Ich werde auf keinen Fall irgendeinen Spieler der SGEH bezüglich eines Wechsels nach Neckartailfingen ansprechen“, verspricht der Grieche, „das wäre unfair gegenüber der SGEH, bei der ich mich immer wohlgefühlt und der ich auch viel zu verdanken habe“. Sollten allerdings Spieler von sich aus mit ihm zum TSVN gehen wollen, müsse man das von allen Seiten so akzeptieren. Der Sportgemeinschaft stehen in dieser Hinsicht spannende Wochen bevor.

Im Kampf um den Titel hat der FC Eislingen trotz des Remis‘ in Frickenhausen (2:2) dank der Deizisauer Schwäche (ebenso nur 2:2 gegen den Tabellenletzten TSV Berkheim) keinen größeren Schaden erlitten. Übermorgen gastieren die Deizisauer beim höchst abstiegsgefährdeten TSV Wendlingen, bei dem TSVW-Abteilungsleiter Sascha Strähle nach der Demission von Coach Markus Hammel zum zweiten Mal in dieser Runde als Feuerwehrmann agiert.

Die Eislinger empfangen den FC Rechberghausen. Der Drei-Punkte-Vorsprung auf Verfolger SVD müsste halten. Schließlich will der scheidende FCE-Trainer Uli Thon seinem Nachfolger Michael Kuhn einen Landesliga-Aufsteiger übergeben.