Lokalsport

Mit spitzen Krallen

Nicht schön, aber erfolgreich: Knights schlagen Chemnitz

Die Knights lassen nicht locker: Mit 68:63 haben sich Kirchheims Zweitliga-Basketballer am Samstag in Chemnitz durchgesetzt. In einer zerfahrenen und kampfbetonten Partie steigerten sich die Ritter in der zweiten Hälfte und sicherten sich damit den dritten Sieg in Folge.

Chemnitz. Kirchheims Anhänger mussten lange zittern. Mit über zehn Punkten lagen die Knights im zweiten Viertel zurück. Die neu gewonnene Erkenntnis daraus: Auch in einer aufgeheizten Atmosphäre wie in Chemnitz bringt ein klarer Rückstand die Ritter nicht völlig vom Kurs ab. „Das war kein gewöhnliches Spiel. Wir mussten uns richtig durchbeißen“, freute sich Coach Michael Mai über die Kampfbereitschaft seiner Mannschaft, die erst zum zweiten Mal in dieser Saison in Bestbesetzung antreten konnte, auch wenn Rückkehrer Tim Koch sein Trainingsrückstand deutlich anzumerken war.

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Kirchheim legte zwar schnell mit 6:0 vor, fand in der Offensive jedoch keinen Rhythmus. Beide Verteidigungsreihen dominierten das Spiel. 12:12 hieß es am Ende des ersten Abschnitts. Den besseren Start ins zweite Viertel erwischten die Hausherren, die nach zwei Niederlagen in Folge unter Erfolgsdruck standen. Kurz vor der Halbzeit lagen die Gastgeber mit 32:21 in Führung, weil bei den Rittern offensiv nichts zusammen lief. Doch dann kam Besnik Bekteshi und verkürzte mit fünf Punkten den Rückstand. Mit einem 29:34 Rückstand ging es für die Kirchheimer in die Kabinen.

Dort dürfte es laut geworden sein. Michael Mai forderte eine Reaktion seiner Mannschaft. Und die kam: Mit einer kompromisslosen Verteidigung zwangen die Knights den Gegner zu vielen Fehlern. Die eigene Offensive kam zwar immer noch nicht ins Rollen, durch den enormen Druck in der Defensive kamen die Niners jedoch nicht mehr zu ihrem gewohnten Spiel. Die Teckstädter gingen erneut in Führung. Es entwickelte sich eine spannende Partie, denn auch Chemnitz kämpfte und blieb dran. Mit einer knappen 49:48-Führung retteten sich die Sachsen in den Schlussabschnitt.

Kirchheim hatte nun Lunte gerochen, attackierte hart an den Brettern und sicherte sich wichtige Rebounds. Knapp drei Minuten vor dem Ende erzielte Besnik Bekteshi – mit 17 Punkten Topscorer bei den Kirchheimern – die 64:59-Führung. Chemnitz bäumte sich nochmals auf, verkürzte eine Minute vor dem Ende auf 64:63. Zunächst verpasste Keith Rendleman, doch Youngster Johannes Joos sicherte sich den wichtigen Offensivrebound. Danach übernahm der Kapitän die Verantwortung. Richie Williams erhöhte zum 66:63, als noch zwanzig Sekunden auf der Uhr standen. Die Kirchheimer Defensive hielt stand, und Jordan Wild behielt anschließend die Nerven an der Freiwurflinie. Die beiden wichtigen Punkte waren damit gesichert.

„Das war heute kein schönes Spiel. Wir mussten kämpfen, kratzen, beißen. Für uns zählen heute nur die Punkte“, meinte Knights-Trainer Michael Mai erleichtert. Da die anderen Play-off-Konkurrenten teilweise gegeneinander antreten mussten, erhöht sich der Kirchheimer Vorsprung auf Platz acht. „Wir haben noch nichts erreicht. Es gilt weiter konzentriert zu arbeiten. Wer die letzten beiden Spiele gesehen hat, weiß, dass wir einiges gut gemacht haben, aber auch noch jede Menge Arbeit vor uns liegt“, sagte Mai.

Die nächste Hürde wartet am Samstag bei den White Wings aus Hanau. Der Tabellenzwölfte gewann vier der letzten fünf Partien und befindet sich zurzeit in Topform.cs