Lokalsport

Mittendrin statt nur dabei

VfL-Oberliga-Turnerinnen auch am zweiten Wettkampftag auf Platz vier

Die Oberliga-Turnerinnen des VfL Kirchheim II haben am zweiten Wettkampftag den vierten Platz behauptet. Außer der KTV Hohenlohe, die unter den acht Oberliga-Teams wieder als Gewinner die Halle verlassen konnten, tauschten alle Teams munter die Plätze.

Zeigte sehenswerte Tsukahara-Sprünge: Melanie Trostel. Foto: Georg Hrivatakis
Zeigte sehenswerte Tsukahara-Sprünge: Melanie Trostel. Foto: Georg Hrivatakis

Esslingen. Eine erhebliche Leistungssteigerung gelang dem SSV Ulm II. Von Platz fünf rückten die Donaustädter auf den zweiten Rang vor und verdrängten den Regionalliga-Absteiger TV Wetzgau. Patzer musste die Mannschaft des SV Hülben verdauen und rutschte um drei Positionen auf Platz sechs ab. Konstant hielt sich der VfL II als Vierter.

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Das Los, am Stufenbarren die erste Turnerin in den Wettkampf zu schicken, erwies sich für die Kirchheimerinnen nicht als Nachteil. Zwar konnte die ligaerfahrene Isabel Schubert (8,30 Punkte) den Salto-Abgang nicht in den Stand bringen, doch dafür sprang der Nachwuchs in die Bresche. Bei ihrem ersten Oberliga-Einsatz kratzte die elfjährige Sarah Widmann (9,75) an der Zehn-Punkte-Marke. Sichtlich erleichtert über einen gelungenen Barrenauftritt war auch die zwei Jahre ältere Maike Brey. Ihre 9,05 Punkte konnte Nele Rüping mit 9,70 Punkten aufstocken – auch Rüping ist mit ihren zwölf Jahren in dieser Saison erstmals in der Oberliga startberechtigt. Den Kirchheimer Barrendurchgang beendete Lea ­Voith. Für die routiniert vorgetra­gene Übung gab es 11,45 Punkte auf das Konto des VfL, der damit das drittbeste Barrenergebnis hatte.

Wie bereits vor zwei Wochen wurde der Schwebebalken zum Problem. Zu viele Unsicherheiten bereiteten dem Team Kopfzerbrechen. Nur Melanie Trostel behielt die Nerven. Nach Hannah Mayer (9,70), Maike Brey (9,90) und Lara Rüping (9,80) konnten auch die beiden Zwölfer-Wertungen von Lea Voith und Melanie Trostel nur noch wenig ausrichten. Der VfL blieb in Berkheim hinter allen anderen Teams am Schwebebalken.

Deutlich bergauf ging es am Boden. Maike Brey (11,90) und Hannah Mayer (10,75) kamen ohne nennenswerte Fehler durch. Sarah Wiedmann überraschte sich mit ihrem Bodenvortrag selbst, holte 12,40 Punkte. Bei der anderthalbfachen Schraube fehlte Nele Rüping (11,70) nur ein wenig Geschwindigkeit für den Stand. Gekrönt wurde das Bodenturnen durch die gesundheitlich angeschlagene Lea Voith und 13,60 Punkte.

Kampfesgeist bewies das VfL-Team beim Sprung. Hinter Hohenlohe und Wetzgau verbuchten die Kirchheimerinnen das dritthöchste Geräteergebnis. Wie zum Saisonauftakt in Ingelfingen konnte Melanie Trostel (12,30) erneut sehenswerte Tsukahara-Sprünge vorweisen. Ebenso viel Verlass war auf Lara Rüping (12,30) und Isabel Schubert (11,80). Für die verletzte Nele Rüping sprang Maike Brey (10,85) ein. Die Tageshöchstnote am Sprung von 12,80 Punkten ging an Lea Voith. Trotz Schwächen am Schwebebalken steigerte sich der VfL um mehr als zwei Punkte gegenüber dem Auftaktergebnis und kann am kommenden Samstag beruhigt zum dritten Wettkampf nach Hoheneck fahren.mp