Lokalsport

Moll marschiert toll

Extremvorhaben Der Vorsitzende der LG Teck will am kommenden Samstag rund um Weilheim 100 Kilometer innerhalb von 24 Stunden absolvieren. Von Reimund Elbe

Gut vorbereitet: Martin Moll dehnt sich für sein Vorhaben. Foto: Carsten Riedl

Eine ganz besondere Note gibt es zum Ausklang des Jubiläumsjahrs der LG Teck: Der Vereinsvorsitzende Martin Moll plant am kommenden Wochenende einen 24-stündigen Solomarsch rund um Weilheim. Rund 100 Kilometer will der einstige Sprinter auf seiner Tour hinter sich bringen. Das gesammelte Geld (siehe Extrameldung) soll auf das Konto der LG-Jugendabteilung fließen. Am Samstag um 14 Uhr geht’s im Lindachstadion los, am Sonntag um 14 Uhr will er irgendwo in oder bei Weilheim die letzten Meter absolvieren.

Hans-Jörg Weiss kennt sich mit solchen 24-Stunden-Märschen bestens aus. Das Mitglied der Bezirksgruppe Nürtingen des Deutschen Alpenvereins organisierte 2007 den ersten Ganztages-Extremmarsch in der Region überhaupt, kam damals mit einem halben Dutzend wackerer Mitstreiter völlig kaputt ins Ziel. Rund ein Jahrzehnt lang managte der einstige Marathonläufer die Tortur, marschierte zudem jedesmal selbst mit. „Es gibt gleich mehrere Faktoren, die solch einen Marsch sehr anstrengend machen“, weiß Weiss. Dazu gehöre an erster Stelle der fehlende Schlaf, außerdem könnte es etliche schmerzhafte Druckstellen sowie offene Stellen an den Füßen geben, von Muskelverspannungen ganz zu schweigen. Die mentale und körperliche Herausforderung ist jedenfalls insgesamt immens.

Martin Moll will den Marsch als Solist hinter sich bringen. „Womöglich werden mich phasenweise einige Freunde begleiten“, hofft der Vorsitzende des Leichtathletik-Kreis Esslingen, den Großteil werde er aber „wohl alleine gehen“. Der Kirchheimer hat sich eine Strecke rund um Weilheim ausgeguckt, die unter anderem den Egelsberg und den Naberner Trimm-dich-Pfad beinhaltet und pro Runde exakt 7330 Meter lang ist. „Ich habe die Strecke mit einer GPS-Uhr selbst vermessen“, so der 62-Jährige.

Die anvisierten 100 Kilometer will er in den 24 Stunden schaffen. Immer wieder kehrt er dabei ins Weilheimer Stadion zurück, wo er Verpflegung, ein Paar Sportschuhe zum Wechseln sowie frische Kleidung deponieren will.

100 Liter Bier im Erfolgsfall

Wie die ungewöhnliche Idee zum Sologang entstand? Er habe in einer launigen Runde vor einiger Zeit „große Töne gespuckt“, wie Moll schmunzelnd sagt. Ein Freund lobte des Weiteren zugleich am Tisch 100 Liter Bier für den Erfolgsfall aus. „Ich fühle mich fit, habe in den vergangenen Monaten acht Kilo abgenommen, aber schon ein wenig Mores vor der lange Distanz und den Unwägbarkeiten“, sagt er.

Am Wochenende verspricht der Wetterbericht für die Teckregion Tagestemperaturen um die 20 Grad sowie lediglich eine leichte Bewölkung - keine schlechten Voraussetzungen für das Gelingen.

Spenden für die Jugendarbeit

Einen Euro können Gönner Martin Moll pro absolvierten zehn Kilometern spenden. „Einige Spender haben sich schon gemeldet, vielleicht kommen ja 50 Spender und somit 500 Euro für unsere Jugendabteilung zusammen“, hofft der angehende Langdistanzmarschierer. Wer bei dem außergewöhnlichen Spendenmarsch etwas Gutes tun möchte, kann sich mit Moll direkt per Mail in Verbindung setzen unter martin.moll@lg-teck.de.rei

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