Lokalsport

Motiviert und selbstbewusst in die Pause

Wasserball Der VfL muss seine zuletzt aufsteigende Form in der Verbandsliga in den kommenden spielfreien Wochen halten.

Mit Zug zum Tor: Die VfL-Wasserballer wähnen sich nach vier Saisonspielen auf dem richtigen Weg. Foto: Carsten Riedl
Mit Zug zum Tor: Die VfL-Wasserballer wähnen sich nach vier Saisonspielen auf dem richtigen Weg. Foto: Carsten Riedl

Kirchheim. In der Faschingspause den Rhythmus halten - wo Mannschaften anderer Ballsportarten in der fünften Jahreszeit um die Balance zwischen Training und Wettkampf besorgt sind, können die Wasserballer des VfL Kirchheim nur müde lächeln. Dem Verbandsligateam steht nach vier absolvierten Partien eine zehnwöchige Pause ins Haus, die lediglich von einer einzigen Partie Anfang April unterbrochen wird. „Wir wollen die Zeit gut nutzen, um an schwimmerischen und taktischen Dingen zu arbeiten“, versucht Teamsprecher Gunter Stecher, seit Jahren einer der Routiniers im Team, der Zwangspause etwas Positives abzugewinnen.

Dass die Kirchheimer derart große Lücken im Spielplan haben, ist der fehlenden Wettkampfstätte geschuldet. Fast schon traditionell müssen die hallenbadlosen Teckstädter bis zum Frühjahr auswärts ran, ehe ab Mitte Mai eine wahre Flut an Spielen im heimischen Freibad ansteht. „Bis es soweit ist, versuchen wir einen kompletten Neuaufbau, was unsere Form betrifft“, so Stecher. Soll heißen: Mit drei Trainingseinheiten pro Woche will die Truppe um Trainer Peter Funke die Akkus aufladen, um das anvisierte Saisonziel zu erreichen: Platz vier oder fünf.

Kein aussichtsloses Unterfangen, steht der VfL mit einem Sieg bei drei Niederlagen aktuell doch auf dem sechsten Platz der acht Teams starken Liga. „Eigentlich hatten wir in den ersten vier Spielen zwei Siege angepeilt“, sagt Gunter Stecher, „aber unzufrieden sind wir nicht, zumal der Sieg im letzten Spiel gegen Heidenheim einen Motivationsschub für die lange Pause gibt.“

Am vorletzten Samstag hatten die Kirchheimer beim Tabellenvierten auf der Ostalb gewonnen - kaum überraschend, kann laut Stecher in der zweithöchsten Liga Baden-Württembergs doch jeder jeden schlagen. Einzige Ausnahme: Der PSV Stuttgart II, der an der Spitze mit sieben Siegen aus acht Partien thront. Einen davon gab’s Anfang Dezember beim 21:6 gegen den VfL, der sich damals jedoch besser verkaufte, als der 15-Tore-Unterschied suggeriert.

Nachwuchsarbeit zahlt sich aus

Überhaupt ist das Kirchheimer Team mit dem der Vorjahre nicht zu vergleichen. Bestand der Kader in der Vergangenheit meist aus nur knapp sieben, acht Spielern, trägt inzwischen die engagierte Jugendarbeit Früchte. „Unsere Nachwuchsspieler setzen Akzente“, freut sich nicht nur Gunter Stecher über frische personelle Power. Trainer Funke bieten sich mit bis zu 13 Mann Alternativen, von denen er bislang nur träumen konnte - mangels Personal musste der Coach bis Ende vergangener Saison oft selbst in die Badehose schlüpfen. Peter Eidemüller

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