Lokalsport

Müller stellt Charakterfrage

Kreisliga A: Jesinger Trainer bemängelt Einstellung seiner Spieler – Vier Teckteams in Abstiegsnot

Vier Spieltage vor Saisonende spricht in der Kreisliga A eigentlich alles für einen Aufstieg der SGEH. Der Spitzenreiter hat bei einem Spiel weniger vier Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten TSV Jesingen. Im Kampf um den Klassenerhalt müssen sich noch vier Teckvereine ernsthafte Sorgen machen.

Hatte zuletzt einiges zu monieren: TSVJ-Trainer Klaus Müller. Foto: Calagan
Hatte zuletzt einiges zu monieren: TSVJ-Trainer Klaus Müller. Foto: Calagan

Kirchheim. „Ich habe den ersten Tabellenplatz nicht mehr im Visier“, glaubt Jesingens Trainer Klaus Müller nicht mehr an die Chance, am Ende der Saison ganz oben zu stehen. Was aus Jesinger Sicht jetzt zählt, ist der Aufstiegsrelegationsplatz. „Ich weiß aber nicht recht, ob meine Jungs das überhaupt wollen“, stichelt Müller vor dem Hintergrund der mauen Leistung beim 4:4 gegen Kellerkind Bempflingen vergangenen Sonntag. „Da fehlte es einigen Spielern an der richtigen Einstellung“, grantelt Müller. Dies muss sich ändern, wenn die Elf von den Lehenäckern beim TSV Altdorf punkten will. In der Vorrunde setzte es eine 0:1-Heimniederlage. Das sollte Warnung genug sein, den Tabellendrittletzten nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Eitel Sonnenschein herrscht derzeit auf der Berghalbinsel. Wenn die SGEH am Sonntag gegen die SF Dettingen und das Nachholspiel am 19. Mai beim TSV Grafenberg gewinnen sollte, könnte die Elf von Trainer Georgios Karatailidis schon mit einem Unentschieden im Spitzenspiel am Pfingstsamstag beim TSV Jesingen den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt machen.

Dass der TSV Weilheim II nach einer guten Vorrunde noch in akute Abstiegsgefahr geraten würde, damit haben wohl die wenigsten Fußball-Experten gerechnet. Für den Weilheimer Trainer Timo Ascherl kommt es aber nicht ganz so überraschend: „Wir haben in der Winterpause mit Nicolo Incorvaia und Lucca Ruoff unsere beiden gefährlichsten Stürmer verloren und konnten diese Ausfälle nicht gleichwertig ersetzen.“ Seit dem Abgang der beiden Weilheimer Torjäger hat die zweite Weilheimer Mannschaft in neun Spielen nur noch zehn Tore erzielt. Um nicht noch weiter in den Tabellenkeller zu rutschen, zählt am Sonntag im Lokalderby gegen den SV Nabern nur ein Sieg.

Nach der unglücklichen 2:3-Auswärtsniederlage beim TSV Neckartenzlingen ist der TV Unterlenningen den Abstiegsrängen wieder bedrohlich nahe gerückt. Nun kommt mit dem TSV Grafenberg eine Mannschaft auf den Bühl, die in den letzten drei Gastspielen in Unterlenningen nicht punkten konnte. Dennoch ist Unterlenningens Spielertrainer Timo Reinhofer vorsichtig: „Die haben gerade einen guten Lauf. Das wird ein extrem schweres Spiel für uns.“ Der TSV Grafenberg hat die letzten drei Spiele gewinnen können und hat jetzt sogar noch theoretische Chancen auf den zweiten Tabellenplatz.

Der TSV Holzmaden hat sich nach zwei Siegen in Folge (2:1 beim TSV Weilheim II, 5:1 gegen den VfB Neuffen) im Abstiegskampf wieder etwas Luft verschafft. Trotzdem ist die Elf von Trainer Heiko Blumauer bei nur drei Punkten Abstand zum ersten Abstiegsplatz noch lange nicht aus dem Schneider. Am Sonntag beim Tabellenletzten TV Bempflingen wird sich zeigen, ob sich die Gastgeber bei sieben Punkten Rückstand ans rettende Ufer schon aufgegeben haben.

Der vierte gefährdete Teckverein, die spielfreie TG Kirchheim, könnte am Sonntag unter Umständen bei aus ihrer Sicht ungünstigen Spielausgängen auf anderen Plätzen auf einen Abstiegsplatz zurückfallen.

Wenn der TSV Grötzingen seine minimale Chance auf den zweiten Tabellenplatz noch nutzen will, zählt im Heimspiel gegen den TSV Neckartenzlingen nur ein Sieg. Die Gäste standen nach Abschluss der Vorrunde auf dem letzten Platz, haben sich in der Rückrunde jedoch auf den Abstiegsrelegationsplatz gekämpft und haben wieder alle Möglichkeit, den Klassenerhalt doch noch zu erreichen. Nach nur einem Zähler aus den letzten fünf Spielen ist der VfB Neuffen auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen. Im Heimspiel gegen den FV 09 Nürtingen II sollte die Negativserie beendet werden.

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