Lokalsport

Mut zum Risiko beschert ein furioses Finale

Ski Der TV Unterlenningen und der TV Neidlingen locken am Abschlusswochenende der Leki Race Challenge Nachwuchs aus nah und fern nach Rettenberg im Oberallgäu.

Fix über die Piste: Nick Baumann vom VfL Kirchheim glänzte mit der schnellsten Zeit. Foto: Michael Gerber
Fix über die Piste: Nick Baumann vom VfL Kirchheim glänzte mit der schnellsten Zeit. Foto: Michael Gerber

Kaiserwetter, überraschend gute Pistenbedingungen und Hunderte begeisterte Skirennläufer am Finaltag der Leki Race Challenge in Grasgehren - wer diese Rahmenbedingungen Mitte vergangener Woche erwartet hätte, wäre als Träumer dargestellt worden. Da es in Kirchheim stark regnete, verschoben die Veranstaltervereine TV Neidlingen und TV Unterlenningen die Entscheidung über die Durchführung des Finalwochenendes am Grüntenlift in Rettenberg-Kranzegg auf Freitagnachmittag - mit Erfolg, der Mut zum (Wetter-)Risiko wurde belohnt.

Vor Ort in Grasgehren galt es, kräftig anzupacken. Das ganze Material konnte mit dem Auto fast bis zur Mittelstation gefahren, dort auf den Pisten-Bully umgeladen und zum Rennhang gebracht werden. Bereits zuvor hatten die Liftbetreiber intensive Vorarbeit geleistet. Wegen des Wärmeeinbruchs und der Regenfälle war der verfügbare Restschnee von den Hangrändern zur Piste geschoben und diese neu markiert worden.

Mit insgesamt 371 Teilnehmern an beiden Renntagen lag die Anzahl der Starter am Finalwochenende über der des Vorjahrs. Die Verantwortlichen sahen sich in der Gesamtkonzeption, vor allem, dem Nachwuchs eine Bühne auf Wettkampfebene zu bieten, nach mittlerweile insgesamt 20 Rennen erneut bestätigt: 80 Prozent der Teilnehmer sind 16 Jahre und jünger.

Am stärksten vertreten waren die Jüngsten in den Klassen U8 bis U12. Sie zeigten ihr Können in einem Vielseitigkeitslauf mit zwei Durchgängen, wobei der bessere gewertet wurde. In der Klasse U8 kamen die Gewinner der Gesamtwertung mit Marilen Lutz vom TSV Jesingen und Lukas Storr vom SC Wiesensteig aus der Region. Die Klasse U10 gewannen Fenja Jauch vom SC Kressbronn und Noah Moherndl vom SC Rosenheim, der gleichzeitig den längsten Anfahrtsweg hatte. Mit Pascal Maier und Linus Bauer (beide TSV Weilheim) gingen die Plätze zwei und drei an lokale Rennläufer. Bei der U12 belegten Läufer und Läuferinnen des Bezirks Mittlere Alb die vorderen Plätze. Es gewann Nadine Wahl, gefolgt von Daniela Jauch (beide SAG Göppingen) und Marlene Krieg (SV Gmünd). Bei den Jungen gewann David Sachsenmaier (SV Gmünd) vor Carlo Schmid (TSV Weilheim) und Marvin Lang (SLZ Leutkirch).

Ab der Klasse U14 wurde ein Riesenslalom mit zwei Durchgängen gefahren. Die U16 war dabei fest in Hand der Teckregion. Es gewann Jessica Wahl (SAG Göppingen) vor Linn Holl (TSV Weilheim) und Lilli Baur (SAG Göppingen). Die weibliche U16 dominierte die Teckregion. Alina Herkommer von der SAG Göppingen siegte vor Lisanne Haug (TSV Weilheim) und Charlotte Schöll (SV Gmünd). Die männliche Konkurrenz gewann Benni Baur (SAG Göppingen). Till Blessing vom TSV Weilheim und Luca Gökeler vom TV Unterlenningen folgten auf den Plätzen zwei und drei.

Die Tagesbestzeit am Sonntag fuhr Nick Baumann vom VfL Kirchheim mit 56,20 Sekunden. Die Zeit ist auch ein Indiz dafür, dass die Starter bei der Leki Race Challenge absolut gefordert sind. Nicht nur deshalb wird es auch kommendes Jahr wieder eine Leki Race Challenge mit zwei Wochenenden im alpinen Bereich und zwei Veranstaltungstagen im Langlauf geben.fmg

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