Lokalsport

Nabern wappnet sich für die Rolle des Jägers

In der Fußball-Kreisliga A könnte der SVN zum ersten Verfolger von Spitzenreiter VfL werden

Kreisliga-A-Spitzenreiter VfL Kirchheim hechelt von einem knappen Ergebnis zum nächsten. Die kommende Partie in Raidwangen könnte den Trend fortsetzen. Zum ersten Verfolger könnte sich am Sonntag der SV Nabern mausern.

Ja, warum nicht? Dem SV Nabern um Andreas Neuhäußer winkt am Sonntag der Sprung auf Platz zwei. Foto: Markus Brändli
Ja, warum nicht? Dem SV Nabern um Andreas Neuhäußer winkt am Sonntag der Sprung auf Platz zwei. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Ein Eigentor kurz vor Schluss brachte im Aichtal den Sieg. Sieben Tage nach dem glücklichen 4:3 in Grötzingen und 14 Tage nach dem 3:2 über den TV Neidlingen darf das Team von VfL-Spielertrainer Markus Schweizer erneut nicht mit einem stressfreien Match rechnen. Den entscheidenden Unterschied soll allerdings diesmal Bruder Michael machen. Zurückgekehrt vom rund zweieinhalbwöchigen Job auf dem Oktoberfest, setzt das Trainerteam große Stücke auf den Mittelfeldrenner. „Gerade wegen unserer personellen Probleme ist es äußerst wichtig, dass Michael wieder einsatzbereit ist“, betont VfL-Co-Trainer Frank Posch, „er kann über die Außenbahn unserem Spiel viele Impulse verleihen.“

Der Gegner ist den Kirchheimern noch nie auf Punktspielebene begegnet, somit ein großer Unbekannter. „Die bisherigen Resultate der Raidwangener in dieser Runde sprechen auf jeden Fall dafür, dass wir 100 Prozent abrufen müssen, um dort zu bestehen“, warnt Posch. Der TSVR hat erst eine von sieben Partien verloren, jenes Spiel allerdings deftig mit 0:5 (am 20. September in Altdorf). Aus den vergangenen drei Begegnungen gab‘s für die Kicker aus dem Nürtinger Teilort allerdings nur zwei Zähler.

Der SV Nabern mausert sich unterdessen zur zweiten Kraft in der Teckregion – zumindest was die Kreisliga A betrifft. „Die jüngsten Siege tun uns gut“, beschreibt Naberns Sprecher Michael Dangel die kollektive Gefühlslage am Oberen Wasen nach vier Erfolgserlebnissen in Folge. Sogar Relegationsplatz zwei ist für die Mannschaft von Trainer Viktor Oster nach dem kommenden Spieltag drin. Ein Sieg beim TV Unterlenningen würde das Unterfangen erleichtern – ein Flop des bisherigen Tabellenzweiten TSV Altdorf in Grafenberg vorausgesetzt.

Der TSV Jesingen steht vor der nächsten „unangenehmen Aufgabe“, wie es Trainer Klaus Müller formuliert. Das „Armutszeugnis“ (Müller) in der Partie gegen Neuling Germania Schlaitdorf soll beim FV 09 Nürtingen II vergessen gemacht werden. Ob Jesingens Toptorjäger Christian Dangel im Wörth-Stadion dabei ist, bleibt offen. „Wir brauchen ihn dringend in der Offensive, denn er ist für die gegnerische Verteidigung ein ständiger Unruheherd“, beschreibt Müller die Vorzüge seines zuletzt verletzungsbedingt pausierenden Stammspielers. Felice Galeota ist bei den Jesingern nach abgesessener Rot-Sperre (Notbremse im Spiel gegen den VfL) wieder an Bord. Jüngste Empfehlung der Nürtinger: Ein knapper 1:0-Sieg beim Tabellenzweiten Altdorf.

Neuling TV Neidlingen ist Tabellensiebter, der kommende Gegner Grötzingen sieben Plätze dahinter. Für TVN-Trainer Patrick Kölle ist der Auftrag klar. „Gegen Teams, die hinter uns in der Tabelle stehen, müssen wir gewinnen“, gibt der Ex-Landesligafußballer die Richtung vor dem Auswärtsmatch im Aichtal vor. „Allerdings hatte auch Spitzenreiter VfL Kirchheim hier vergangenen Sonntag beim 4:3 ganz schön Probleme“, warnt Kölle. „Nur mit einer ähnlich guten Leistung wie beim 3:1 gegen den TSV Holzmaden werden wir unser Ziel erreichen“. Die Neidlinger vor einer absolut richtungsweisenden Partie.

Bei den SF Dettingen gleicht der Rundenverlauf einer Achterbahnfahrt. Auch Fußball-Abteilungsleiter Christian Renz ist hin und her gerissen. „Einerseits haben wir eine gute Stimmung im Verein, denn die Mannschaft tritt gut auf“, sagt der kickende Funktionär, „allerdings wollten wir schon mehr als die derzeitigen elf Punkte auf dem Konto haben.“ Am Sonntag steht das Nachbarschaftstreffen beim TSV Holzmaden an. „Natürlich ist es für unseren Trainer Heiko Blumauer ein ganz besonderes Spiel“, betont Renz, „schließlich hat er noch vergangene Saison die Holzmadener trainiert.“ Der TSVH muss auf den Gelb-Rot-gesperrten Maximilian Riehle verzichten.

Wann klappt es mit dem ersten Sieg? Häufig gestellte Frage im Dunstkreis der TG Kirchheim. Übermorgen gibt es die nächste Chance zum Dreifachpunkten. Beim Tabellenletzten fehlt gegen den TV Bempflingen allerdings der Rot-gesperrte Elidon Gubere. Auf einen Nichtabstiegsplatz hat die TG bereits sieben Punkte Rückstand. Ein warmer Punktesegen täte gut.

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