Lokalsport

Nach der SGEH die SGOH

Die Fußballabteilungen des TSV Ohmden und TSV Holzmaden kooperieren nun auch im Aktivenbereich

Die Aktiven-Mannschaften des TSV Ohmden und TSV Holzmaden gibt‘s bald nicht mehr. Sie verschmelzen zur Spielgemeinschaft Ohmden/Holzmaden.

Spielszenen, die es im Bergwald künftig nicht mehr geben wird: Ohmdener Spieler im vereinseigenen Trikot. Foto: Markus Brändli
Spielszenen, die es im Bergwald künftig nicht mehr geben wird: Ohmdener Spieler im vereinseigenen Trikot. Foto: Markus Brändli

Holzmaden/Ohmden. Die Fußballlandschaft unter der Teck ist um ein Eigengewächs reicher: Die Spielgemeinschaft Ohmden/Holzmaden (SGOH) stößt zum Spielbetrieb 2016/17 mit zwei aktiven Mannschaften hinzu. Die „Erste“ konkurriert in der Staffel 6 gegen die Teckvereine, die „Zweite“ spielt künftig in der Staffel 4 oder 5. Ligaauftakt ist entweder am 14. oder 28. August – je nachdem, ob die Staffeln größere oder kleinere Mannschaftszahlen bekommen. Zuvor gibt‘s beim Teckbotenpokal-Turnier in Holzmaden (31. Juli bis 7. August) die Generalproben für beide Premiere-Teams.

Der kommende SGOH-Trainer Jürgen Fritsch wird das Turnier diesmal besonders genau studieren, weil er einige Ohmdener Spieler noch nicht genau kennt. „Beim Zeitungspokal geht es um die Stammplätze und ums Einspielen für die neue Saison“, sagt er, „doch auch die Kaderspieler der zweiten Mannschaft können sich für höhere Aufgaben empfehlen.“ Fritsch, zuletzt mit dem TSV Holzmaden abgestiegen, will im Brühl ein Spitzenteam formen.

Ausschlaggebend für die Installation der neuen Spielgemeinschaft war ein größerer personeller Engpass, der Holzmadens Fußballern in der neuen Saison droht. Neben Innenverteidiger Andreas Schüller zählen Außenspieler Stefan Wilhelm, Jochen Berkowitsch, Sebastian Hieber plus weitere Cracks zu einem halben Dutzend unsicherer Protagonisten, die wegen Verletzung, Heirat, Vaterschaft oder Hochzeitsreise im Sommer nur sporadisch oder gar nicht trainieren können. Weil sich der Verein kostspielige Neuzugänge ebenso wenig leisten will, wie die Abmeldung der zweiten Mannschaft, bastelte der TSV Holzmaden zuletzt eifrig an der alternativen Lösung. Die gut nachbarschaftlichen Beziehungen zum TSV Ohmden kamen da gerade recht. „Wir waren uns schnell einig“, sagte TSVH-Fußballabteilungsleiter Marius Remmler über die bilateralen Sondierungsgespräche, die manchmal in einer Spielerkabine oder unter der Dusche abliefen: Remmlers Innenverteidiger-Kollege in der AH-Mannschaft ist mit Matthias „Matze“ Ernst schließlich der Hauptvereinsvorsitzende des TSV Ohmden. Die Chemie stimmt. „Die Möglichkeit einer Aktiven-Spielgemeinschaft diskutieren wir schon seit ein paar Jahren“, berichtet Remmler, „auch weil die bestehende Jugendkooperation zwischen beiden Vereinen ja gut funktioniert.“

Neben den beiden Fußball-Ausschüssen fand auch der erfahrene TSV-Gesamtvorsitzende Herbert Kirschmann (67) die Fusions-Idee gut („lieber jetzt eine SG, als dann, wenn es zu spät ist“). Einige der letzten Kritiker verstummten, als bei einer öffentlichen Info-Veranstaltung am 3. Juni im Ohmdener Vereinsheim manchem Skeptiker-Argument der Wind aus den Segeln genommen wurde. Noch ist der letzte Schritt mit der Unterzeichnung eines Zweijahresvertrags bis 2018 allerdings nicht gemacht.

Doch er ist reine Formsache. „Mit der Spielgemeinschaft ist der Spielbetrieb unserer Fußballmannschaften auf Jahre hinaus gewährleistet“, nennt Matthias Ernst die wohl wichtigste Quintessenz des künftigen Vertrages.

Wichtigste Information für SGOH-Zuschauer: Die erste Mannschaft wird alle Vorrunden-Heimspiele im Ohmdener Bergwald bestreiten und sämtliche Rückrundenpartien in Holzmaden. Die zweite Garde verfährt ähnlich – allerdings in umgekehrter Reihenfolge.

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