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Nach Minuslauf: Ritter im Angriffsmodus

Basketball Einen Tag vor Heiligabend können sich die Kirchheim Knights beim Derby in Crailsheim selbst bescheren. Doch es drohen ein paar Ausfälle.

Knights-Akteur Jonathon Williams versucht sich durchzudribbeln. Beim 86:84-Hinspielsieg (Spielszene)gelang das öfters.Foto: Tanj
Knights-Akteur Jonathon Williams versucht sich durchzudribbeln. Beim 86:84-Hinspielsieg (Spielszene)gelang das öfters.Foto: Tanja Spindler

Weihnachtszeit ist Derbyzeit – mal wieder: Zum Start der Rückrunde geht’s für die Zweitligabasketballer der Kirchheim Knights zu den Crailsheim Merlins. In der seit Wochen ausverkauften Arena Hohenlohe müssen sich die Ritter nach drei Niederlagen in Serie vor 3 000 Zuschauern dem direkten Tabellennachbarn erwehren. Im Hinspiel siegten die Teckstädter nach spannendem Spiel 86:84. Ob alle Leistungsträger eingesetzt werden können, steht noch nicht fest.

Das Duell Zauberer gegen Ritter ist Kult pur und hat eine bewegte Vergangenheit. Unterbrochen war die Derby-Serie einzig durch den zweijährigen Ausflug der Crailsheimer in die erste Liga. Dass sie schleunigst zurück ins Oberhaus wollen, haben die Merlins bei ihrer Kaderzusammenstellung deutlich gemacht. Bewerkstelligen soll dies Neu-Trainer Thomas Iisalo, der im Sommer freie Hand bei der Auswahl seines Kaders bekam und sich für eine Mischung aus bekannten Haudegen und jungen, hoch talentierten Spielern entschied. Kein unbekannter Mann ist der US-Amerikaner Chase Griffin. Mit 13,7 Punkten führt Griffin das Punkteranking der Merlins an. Ebenfalls mit Bundesligaerfahrung ausgestattet sind Power Forward Michael Jost und Point-Guard Martin Bogdanov. Eine nochmals größere Hausnummer ist der ehemalige deutsche Nationalspieler Konrad Wysocki, der gemeinsam mit NBA-Star Dirk Nowitzki bereits das deutsche Trikot überstreifen durfte und nun zum Ausklang seiner Karriere für die Merlins auf Punktejagd geht. Mit seiner langjährigen Erfahrung soll er die jungen Wilden der Hohenloher leiten. Zu diesen Youngstern gehören die US-Amerikaner Craig Bradshaw, der im Hinspiel gegen Kirchheim in der ersten Halbzeit stark aufdrehte, und Nimrod Hilliard. Ebenfalls mit reichlich Erfahrung ausgestattet ist Point Guard Chris Dunn.

Anders als der Kirchheimer Kader verfügen die Crailsheimer auch in der Breite über jede Menge spielerische Qualität. „Crailsheim ist enorm stark aufgestellt. Sie haben mindestens zwölf Spieler, bei denen man nur kleine Qualitätsunterschiede feststellen kann. Es ist praktisch egal, wer von ihnen auf dem Feld steht“, beschreibt Knights-Trainer Michael Mai den Gegner und fügt an: „Wir werden nochmal alles raushauen“. 100  Kirchheimer Fans werden Augenzeugen sein.

Wer für die Knights auf dem Feld stehen kann, entscheidet sich kurzfristig. Tim Koch, der weiter an einem Bänderriss laboriert, scheint nicht rechtzeitig fit zu werden. Besser sieht es bei Seth Hinrichs aus, der gegen Hanau einen tiefen Cut erlitt und mit einigen Stichen genäht werden musste. Andreas Kronhardt und Jonathon Williams sind erkältet, wobei der Ex-Crailsheimer Kronhardt das größere Fragezeichen ist.cs

so wollen sie spielen

Knights: Medlin, Kronhardt, Maier, Williams, Hinrichs, Sperber, Hedley, Love, Wenzel

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