Lokalsport

Nationale Aufbauhilfe?

Mountainbike Fast die komplette deutsche Elite hofft bei der DM in Bad Salzdetfurth am Sonntag auf eine Trendwende. Manuel Fumic geht als Favorit an den Start. Von Erhard Goller

Ihn gilt es zu schlagen: Manuel Fumic (vorne) will morgen im Harz das Meister-Jersey zurückerobern.Foto: Thomas Weschta
Ihn gilt es zu schlagen: Manuel Fumic (vorne) will morgen im Harz das Meister-Jersey zurückerobern.Foto: Thomas Weschta

Nach bescheidenen Resultaten in der ersten Saisonhälfte hoffen Manuel Fumic und Co. bei den deutschen Mountainbike-Meisterschaften in Bad Salzdetfurth am Sonntag auf den Befreiungsschlag. Fumic geht nach den Frühjahrsresultaten als Favorit ins Rennen. Was allerdings weniger für Fumic als gegen den Rest der Konkurrenz spricht. Immerhin: Seine deutschen Mitbewerber sehen sich in Teilen besser in Form, als es die Ergebnisse widerspiegeln.

Dem Freiburger Moritz Milatz werden vom Bundestrainer top Trainingswerte attestiert, aber herausgekommen ist noch nicht viel. Beim Titelverteidiger Markus Schulte-Lünzum (Haltern) steht ein 14. Rang beim Weltcup in Albstadt zu Buche. Das war schon ein positiver Ausreißer nach oben. Was seine Verfassung angeht, ist der 26-Jährige zuversichtlich. Schulte-Lünzum sieht allerdings Manuel Fumic in der Favoritenstellung. „Ich weiß, dass Mani sehr gut in Form ist“, sagt er. Beim Kirchheimer dominiert derweil der Frust. „Ich kann mir nicht zu viele Gedanken machen, sondern muss mich auf die nächsten Aufgaben konzentrieren“ sagt er. Das deutsche Meistertrikot, es wäre sein viertes, bedeutete da ein wenig Balsam auf die Wunden der vergangenen 18 Monate. Und würde im Blick auf die dann folgenden Europameisterschaften und den Weltcup in Kanada positive Stimmung verbreiten.

Schwarzbauer auf Bronzekurs

Christian Pfäffle wähnt sich in guter Verfassung, auch wenn die Ergebnisse eine andere Sprache sprechen. Über eine Medaille wie im Vorjahr, als er in Wombach Bronze gewann und dabei Fumic hinter sich ließ, will er aber nicht nachdenken. „Ich möchte in Bad Salzdetfurth einfach abrufen, was ich drauf habe. Ob das nun Top Drei oder Top Fünf ist, das ist erst mal zweitrangig“, sagt Pfäffle.

Für seinen Klub-Kameraden Luca Schwarzbauer steht bei der U23-DM (13 Uhr) auch eine Art Wiedergutmachung an. So ganz, sagt der Reuderner, habe er noch nicht kapiert, warum der Weltcup in Lenzerheide so dermaßen daneben ging. Bundestrainer Peter Schaupp hat Fehler in der Vorbereitung entdeckt. Zu wenig Erholung nach dem Reisestress, falsches Timing. In Bad Salzdetfurth will er einfach „mein Rennen fahren“. Das Ziel heißt Bronze, nachdem sein Lexware-Teamkollege Georg Egger bei der Elite gemeldet hat. Vorjahres-Sieger Lukas Baum (Neustadt) und Max Brandl (Lohr), den Zweiten vom U23-Weltcup in Lenzerheide, sieht er vor sich.

Das Junioren-Rennen am heutigen Samstag (16.35 Uhr) wird ohne Pirmin Sigel über die Bühne gehen (siehe Extra-Info), für den seine zweite Junioren-Saison nach seiner schweren Verletzung vorzeitig beendet ist.

Das Weilheimer Walcher Racing Team dagegen schickt am Samstag sowohl in der U17 als auch in der U15 Medaillenkandidatinnen in die Meisterschaftsrennen. Alexa Fuchs aus Feldstetten bei den Schülerinnen und die Weilheimerin Kira Böhm in der Jugendklasse machen sich in Bad Salzdetfurth nach den bisherigen Saisonergebnissen berechtigte Hoffnungen auf Edelmetall.

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