Lokalsport

Neidlingens Kölle verlangt einen Heimsieg

Fussball In der Kreisliga A bekommt das Spitzenduo womöglich ernstzunehmende Konkurrenz

Neidlingen/Dettingen. Das malte sich so mancher Verantwortliche des TV Neidlingen und der SF Dettingen bestimmt schon mal so aus: Möglichst bis zum Schluss der Saison soll publikumswirksam der Zweikampf der beiden Teck-Klubs im Kampf um die Meisterweihen in der Kreisliga A andauern. Gut möglich, dass es so kommt – falls unter anderem der TSV Grötzingen mitspielt. Fünf der sechs vergangenen Spiele haben die Aichtaler zuletzt gewonnen, mischen plötzlich als Tabellendritter und lediglich sechs Zählern Rückstand auf das Spitzenduo weiter oben als gedacht mit.

Eine Kampfansage an Neidlinger und Dettinger vor dem 14. Spieltag kommt aus dem Aichtal freilich nicht. „Wir haben die Erfolgsserie trotz permanenter Verletzungssorgen hinbekommen“, bilanziert Grötzingens Abteilungsleiter Olav Sieber vor dem Auswärtsspiel beim AC Catania Kirchheim. Und fügt hinzu: „Uns ist klar, dass wirl am Limit agieren.“ Die Aufgabe beim jüngst kaum minder erfolgreichen AC ist als maximal unangenehm anzusehen. Die Kirchheimer siegten in drei der vergangenen vier Begegnungen, belohnten sich mit dem Satz auf Tabellenplatz sechs.

An der Spitze herrscht unterdessen weiterhin die Leichtigkeit des Seins. Neidlingens Spielertrainer Patrick Kölle gibt sich vor der Partie gegen den FV 09 Nürtingen II bescheiden und fordernd zugleich. „Wir konnten mit dem Remis in Grafenberg zufrieden sein“, unterstreicht der Ex-Landesligakicker, „am Sonntag erwarte ich im Heimspiel allerdings einen Sieg.“ Die Grötzinger will Kölle noch nicht auf die Rechnung im Titelkampf nehmen, weiß jedoch um andere lauernde Gefahren. „Wir dürfen uns genauso wenig wie die Dettinger Ausrutscher erlauben“.

Dankenswerterweise schüttelten die SFD den hochgewetteten TV Bempflingen per 5:2 fürs Erste ab. SFD-Abteilungsleiter Christian Renz sieht die Sportfreunde auf dem richtigen Weg. „Die Mannschaft hat beim Sieg über Bempflingen ein richtig gutes Spiel abgeliefert,“ rekapituliert der kickende Funktionär vor der Heimspiel gegen Aufsteiger FC Nürtingen 73. Er warnt zugleich. Niemand mache sich bei den SFD „Illusionen, dass es immer so rund läuft wie zuletzt“.

Neidlingen und Dettingen (beide 30 Punkte) liefern sich eine Hatz um die Wintermeisterschaft, der SV Nabern und der TSV Jesingen wollen der Absetzbewegung aus dem Tabellenkeller weitere Impulse geben. Die Naberner (Tabellenachter, 19 Punkte), wirkten in den vergangenen Wochen durchaus stabil. Gegner Germania Schlaitdorf befindet sich in einer etwas weniger exklusiven Situation mit drei Punkten weniger. „Wir waren nach der 2:3-Niederlage gegen Weilheim wegen der beiden Gegentore in der Schlussphase sehr niedergeschlagen“, erinnert sich Germania-Pressewart Philip Zizelmann, umso mehr lechzen die Schlaitdorfer auf dem Oberen Wasen nach einem Erfolgserlebnis.

Beim TSV Jesingen wird nach der Demission von Trainer Klaus Müller dessen Nachfolger Harry Wolter (wir berichteten) am Sonntag gegen den TSV Altdorf noch nicht auf der Bank sitzen. Für den aktuell im Urlaub weilenden Neuen wird Jesingens Co-Trainer Jürgen Fuchs den Job übernehmen. Wolter wird erst kommende Woche in den Übungsleiterbetrieb einsteigen.

Bereits einige Wochen im Amt ist beim TSV Weilheim II Coach Uwe Fechter. Per Heimsieg über den TSV Raidwangen könnten die Limburgstädter den Abstand auf den ersten Direktabstiegsplatz auf bis zu sieben Zähler erhöhen – was ganz im Sinne der sportlichen Leitung wäre.Reimund Elbe

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