Lokalsport

Neue Gesichter für Weilheim und die Liga

Fußball Im letzten Saisonspiel nimmt Landesligist TSVW morgen Abschied von Sportchef Günther Friess. Auf- und Abstiegsfrage sind weitestgehend geklärt. Von Reimund Elbe

Ein Mann für alle Fälle: Günther Friess wird nach Ende der Saison seinen Posten als Weilheimer Sportchef abgeben. Foto: Andreas
Ein Mann für alle Fälle: Günther Friess wird nach Ende der Saison seinen Posten als Weilheimer Sportchef abgeben. Foto: Andreas Krisch

Emotional wird das letzte Saisonspiel des Fußballlandesligisten TSV Weilheim vor allen Dingen für dessen Gäste: Absteiger TSV Neu-Ulm verabschiedet sich mit dieser Partie Richtung Bezirksliga Donau/Iller. „Hinten machten wir zu viele Fehler, vorne viel zu wenig aus unseren Chancen. Somit sind wir zu Recht abgestiegen“, räumt Neu-Ulms Spielertrainer Ünal Demirkiran offen ein. Der einstige Ulmer Bundesligaspieler wird sich den Abgesang im Lindachstadion nur von außen anschauen. Eine Oberschenkelzerrung verdammt ihn zum Zuschauen.

Bei den Weilheimern sagt unter anderem Allrounder Ferdi Er Servus unter der Limburg. Für den Sportlichen Leiter Günther Friess geht gar ein Ära zu Ende: Spieler, Trainer, Spielleiter, Sportlicher Leiter - es gab kaum eine Position, die der Multi-Funktionär beim TSVW nicht innehatte. Selbst wenn es galt, auf dem Sportplatz das Flutlicht auszuknipsen.

Ab der neuen Saison wird sich der 61-Jährige schwerpunktmäßig um die Vorbereitung des Teckbotenpokal-Turniers 2018 kümmern, Thomas Schultheiss ist Nachfolger. Frei nach dem Motto „Sag niemals nie“ steht der scheidende Sportliche Leiter für Notfälle breit. „Falls Thomas verhindert ist, helfe ich als Spielleiter aus“, sagt Friess.

Während das morgige Weilheimer Match gegen die Kicker aus dem Bayerischen allenfalls Statistiker entzücken kann, bekommt die Landesliga-Staffel bezüglich der kommenden Runde langsam aber sicher ein Gesicht. Wichtige Fragen sind bereits geklärt. Zuwachs aus der Verbandsliga gibt es nicht und damit nur drei Direktabsteiger (Eislingen und Neu-Ulm sicher, Geislingen wahrscheinlich).

Von vier Direktaufsteigern stehen drei bereits fest. Neben Neckar/Fils-Meister FC Frickenhausen kehren mit Germania Bargau (Kocher/Rems) und dem TSV Buch (Donau/Iller) altbekannte Klubs zurück auf die überregionale Bühne. Vierter Direktaufsteiger? Die Antwort auf diese Frage gibt es erst morgen gegen 17.20 Uhr. Tabellenführer N.A.F.I. Stuttgart und der SV Bonlanden sind im Bezirk Stuttgart noch in der Verlosung. Die Stuttgarter, bis zur Saison 2012/13 als Hilalspor Stuttgart unterwegs und nun nach ihrem Sponsor Nafis Bakirci benannt, müssen beim VfB Obertürkheim siegen, um ganz sicherzugehen. Der Tabellenzweite SV Bonlanden (in Rohr) könnte ansonsten noch zur Spaßbremse werden.

Der FC Germania Bargau kehrt nach zwei Jahren wieder in die Landesliga zurück. Am vorletzten Spieltag machten die Jungs von Trainer Stefan Klotzbücher durch ein 4:2 in Neuler die Bezirksliga-Meisterschaft perfekt, was die Bargauer mächtig stolz macht.

Das ist auch Daniel Teufel, zum Saisonende beim FV 09 Nürtingen aufhörender Trainer. „Es ist ein schönes Märchen“, lautet sein Fazit nach einer dramatischen Schlussphase im Kampf um den Ligaverbleib. Das letzte Spiel der Nürtinger findet bei einem DFB-Pokalteilnehmer statt - die Sportfreunde Dorfmerkingen benötigen noch einen Punkt zum Titelgewinn. Erst dann wackelt das Härtsfeld richtig.

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