Lokalsport

Neuer Aufwind an Kanadas Ostküste?​

Der Weltranglisten-14. Manuel Fumic will im Weltcup unter die ersten fünf – Letzter Härtetest vor WM

Voller Optimismus ist ­Mountainbike-Profi Manuel Fumic zum fünften Weltcup-Rennen der Saison nach Kanada geflogen. Er peilt dort einen Platz auf dem Podium an.

6, Fumic, Manuel, Cannondale Factory Team, , GER
6, Fumic, Manuel, Cannondale Factory Team, , GER

Kirchheim. „Ich bin guter Dinge, dass der Knoten platzt“, sagt Manuel Fumic. Seine Zuversicht wächst deshalb, weil er nicht über längere Zeit seiner Form hinterhergelaufen ist. Bis jetzt ist seit seinem Comeback nach der Schulteroperation nämlich fast alles gelaufen wie erwartet. Mit Platz zehn vor zwei Wochen in Andorra hat, er sich bei seinem dritten Rennen nach sieben Wochen Verletzungspause in der Weltspitze zurückgemeldet. Jetzt soll im kanadischen Ort Mont Sainte Anne der nächste Schritt nach vorne folgen.

Mittlerweile hat er schon wieder den Biss, den er auf der Rennstrecke für Triumphe braucht: Er denkt sogar daran, seinen Motor in den roten Bereich zu drehen. In Andorra, wo er lediglich Zehnter wurde, hat ihm der eiserne Wille noch gefehlt. „In dieser Woche habe ich im Training zum ersten Mal wieder diese Kraft gespürt“, sagt Fumic. Er glaubt sich nah dran am Podiums-kurs.

Das Podium ist sein erklärtes Ziel bei der 20. Auflage eines Cross-Country-Weltcups an der kanadischen Ostküste. In Mont Sainte Anne stand Fumic übrigens noch nie unter den ersten fünf. Das Cannondale-Team ist dieses Jahr sportlich ohnehin etwas gerupft worden. Neben Fumic war auch der italienische Olympia-Bronzemedaillengewinner Fontana im Frühjahr verletzt und stand dieses Jahr noch nicht auf dem Weltcup-Podium. Immerhin holte er EM-Bronze. Junioren-Weltmeister Anton Cooper (Neuseeland) hatte wochenlang mit einem Infekt zu kämpfen, der ihn weit zurückwarf. Insofern haben die Cannondale-Biker schon etwas Druck, beim vorletzten Weltcuplauf 2013 etwas Zählbares mit nach Hause zu bringen.

In der Weltrangliste ist Manuel Fumic , der die ersten drei von sechs Weltcup-Rennen verpasst hat, auf den 14. Platz zurückgefallen. Schon deshalb würde ihm ein ordentliches Punktepaket guttun. „Das ist ein wichtiger Aspekt. Der andere ist, dass Mont Sainte Anne das letzte wichtige Rennen vor der Weltmeisterschaft ist“, sagt Fumic. Zur WM in Pietermaritzburg (Südafrika) in drei Wochen will er in Topform sein. Bis dahin kommt es allerdings zu keinem weiteren Aufeinandertreffen mit der Weltelite.

Der 31-jährige Kirchheimer wünscht sich „noch ein gutes Rennen“ vor der WM und kündigt „Vollgas“ an. Nach der Ankunft am Sankt-Lorenz-Strom am Montag stand am Dienstag ruhiges Straßen-Training auf dem Programm. Im Rennen erwartet ihn ein Kurs, der fahrtechnisch alles abverlangt und auf dem die Wahl der Linie eine entscheidende Rolle spielen kann.

Die Weltcup-Gesamtwertung spielt für Fumic keine Rolle mehr. Dagegen kann Weltmeister Nino Schurter (Schweiz) mit einem Sieg vorzeitig zum dritten Mal in seiner Karriere den Gesamtweltcup gewinnen. Mit Ausnahme von Vize-Weltmeister Lukas Flückiger (Schweiz) sind alle Topfahrer auf dem bekannt technisch anspruchsvollen Kurs an der kanadischen Ostküste am Start.

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