Lokalsport

„Nicht das, was ich wollte“

Mountainbiker Manuel Fumic kommt beim zweiten Weltcup-Lauf über Platz acht nicht hinaus

Mountainbike-Profi Manuel Fumic konnte auch in Albstadt sein Vorhaben nicht umsetzen: Als Achter verfehlte er eine Top 5-Platzierung. Bei Christian Pfäffle lief gar nichts zusammen.

Albstadt. Die Startrunde, 760 Meter lang. Da war es fast schon vorbei mit Manuel Fumics Ambitionen. So schlecht war der 33-Jährige in seiner Karriere wohl seit zehn Jahren nicht mehr gestartet. In der ersten Runde lag er noch nicht mal unter den besten 20. Fumic war eingeklemmt und verlor dadurch 47 Sekunden. Und danach noch mehr Zeit: Nach der zweiten Runde war er 16. und lag bereits 1.12 Minuten hinter dem Führenden.

„Ich bin meinen Rhythmus gefahren. Dann habe ich einige Konkurrenten überholt. Ich habe noch versucht, nach Platz fünf zu greifen, aber dafür hat es nicht mehr gereicht“, sagte Fumic hinterher. Es reichte selbst mit der Unterstützung aus den Reihen der 15 000 Zuschauer nicht, die im Bullentäle eine großartige Stimmung verbreiteten.

Dieser fünfte Platz, der noch für einen Platz auf dem Weltcup-Podium gereicht hätte, lag im Ziel 46 Sekunden weit weg. „Top 8 ist nicht das, was ich wollte“, bilanzierte der Cannondale-Profi.

Zwischenzeitlich hatte es so ausgesehen, als hätte Fumic noch Chancen auf Rang fünf. Es waren weniger als 30 Sekunden, die ihn von den beiden Schweizern Mathias Flückiger und Fabian Giger trennten. Doch am Ende konnte er nicht mehr zulegen und verlor auch das Sprint-Duell gegen Lukas Flückiger um Rang sieben hauchdünn.

„Körperlich war es nicht ganz das, was ich eigentlich von mir erwartet habe“, bekannte Fumic, der am Ende 2.53 Minuten Rückstand auf Sieger Julien Absalon (1.30,36 Stunden) aufwies. Der Franzose feierte seinen 30. Weltcupsieg und profitierte dabei von einem kleinen Sturz von Nino Schurter 300 Meter vor dem Ziel. So konnte er mit elf Sekunden Vorsprung gewinnen. Dritter wurde Olympiasieger Jaroslav Kulhavy (+1:13).

In der Weltcup-Gesamtwertung konnte sich Fumic von Rang neun auf sechs nach vorne schieben, doch das war keine wirkliche Entschädigung für den entgangenen Platz auf dem Podium, wo ihn das deutsche Publikum sicher heftig gefeiert hätte.

Mit einer noch größeren Enttäuschung hatte am Morgen Christian Pfäffle (Lexware Mountainbike) das Ziel erreicht. Auf Rang 41, mit einem Rückstand von 8:11 Minuten auf den Sieger Pablo Rodriguez (1:21:38). Der Biker vom MTB Teck sprach hinterher schonungslos von einem „Totalschaden“.

In der zweiten Runde hatte er sich um acht Positionen verbessert, doch dann ging es wieder rückwärts. „Danach konnte ich mich nicht mehr konzentrieren. Ich habe nur noch versucht, ohne Sturz zu Ende zu fahren“, berichtete ein geknickter Christian Pfäffle.

Luca Schwarzbauer hatte in Absprache mit seinen Trainern auf einen Start verzichtet.

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