Lokalsport

Nicht mehr als ein EtappenzielKommentar

Der freie Fall ist gestoppt, der Blick geht wieder nach oben, der VfL sieht wieder Land: Nach dem Absturz der Blauen von Verbands- auf Kreisebene ist der sofortige Wiederaufstieg der VfL-Fußballer in die Bezirksliga nicht nur Balsam für die geschundene Kirchheimer Kickerseele. Nach drei Abstiegen in Folge nährt die Rückkehr ins Neckar-Fils-Oberhaus endlich wieder Hoffnungen auf sportlich bessere Zeiten an der Jesinger Allee. Zumal nach der beispiellosen Funktionärsfluktuation der Nach-Mosolf-Ära auch hinter den Kulissen endlich wieder Ruhe eingekehrt ist.

Doch bei aller berechtigten Freude und dem gebührenden Applaus: Auf dem Weg zurück zu alter Stärke markiert der Neuntliga-Meisterwimpel ein Etappenziel, mehr nicht. Ob der Aufstieg tatsächlich die Trendwende der in der Vergangenheit auf und neben dem Platz so gebeutelten Abteilung markiert, wird sich erst ab der neuen Saison zeigen, wenn die Gegner Donzdorf, Deizisau oder Frickenhausen heißen. Das Problem des VfL: Nach der Pflicht in Form des Kreisliga-A-Titels kommt nun nicht die Kür, sondern nochmals die Pflicht. Unabhängig davon, ob‘s gleich im ersten Bezirksligajahr klappt: Für einen Verein mit einer Jugendarbeit auf Topniveau, wie sie der VfL seit Jahren leistet, kann mittelfristig nur die Landesliga das Ziel sein. Wer solche Ansprüche formuliert, ist nicht überheblich, sondern realistisch.

PETER EIDEMÜLLER

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