Lokalsport

Niemela knackt Uralt-Rekord

Leichtathletik Der 19-Jährige von der LG Teck verbessert die 50 Jahre alte 800-Meter-Bestzeit des Vereins um drei Sekunden.

Flott unterwegs: Alexander Niemela. Archivfoto: Ralf Görlitz
Flott unterwegs: Alexander Niemela. Archivfoto: Ralf Görlitz

Winnenden. Gleich in seinem ersten Wettkampf nach dem Corona-Lockdown hat Alexander Niemela von der LG Teck den 50 Jahre bestehenden Vereins-Uralt-Rekord über 800 Meter von Siegfried Sekan (1.57,3 Minuten) um fast drei Sekunden auf 1.54,64 Minuten pulverisiert. Seine eigene Bestzeit steigerte der 19-Jährige aus Ochsenwang um 3,24 Sekunden.

Es war nach vier Monaten reinen Trainings der lang ersehnte Formtest für den Mittel- und Langstreckenläufer, der beim Abendsportfest des SV Winnenden hinter Tim Assmann (TV Villingen/1.49,58) und Jens Mergenthaler (SV Winnenden/1.50,77) den vierten Platz belegte. Die letzten beiden Wettkämpfe hatte Niemela im Januar in Sindelfingen bei den Hallen-Landesmeisterschaften bestritten. „Ich habe die ganz Zeit aber gut trainiert, zwischendurch erfolgreich meine Berufsausbildung absolviert und kann mich nun voll auf die kommenden Wettkämpfe konzentrieren“, sagt der Athlet vom TV Bissingen.

Nur wenige Tage später legte Alexander Niemela bei der „Laufnacht Regensburg“ über 1500 Meter nach. Seine Bestzeit über diese Strecke von 3.57,01 Minuten war er vor einem Jahr hier gelaufen, damals noch in der U20. Nun musste er sich mit der deutschen Männerelite messen und zahlte prompt Lehrgeld. Niemela ging zu Beginn das hohe Renntempo mit, die ersten 200 Meter in 28 Sekunden und die darauffolgenden 400 Meter in 59 Sekunden. Das war für Niemela zu offensiv, so dass er in der zweiten Rennhälfte dem hohen Anfangstempo Tribut zollen musste. Doch Niemela zeigte sich kämpferisch und am Ende stand mit 3.56,72 Minuten doch eine neue Bestzeit an der Anzeigetafel. Im Gesamtklassement war dies der 13. Platz hinter Sieger Marc Tortell (Team Karben/3.43,71) und Jens Mergenthaler (SV Winnenden/3.44,34). „Der Lauf war für mich eine wertvolle Standortbestimmung. Mit dem Ergebnis bin ich aber nicht zufrieden“, konstatierte Niemela nach dem Rennen. In zwei Wochen soll ein weiterer Start über 1500 Meter im schweizerischen Regensdorf folgen. Martin Moll

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