Lokalsport

Niemelas Comeback fällt ins Wasser

Leichtathletik Das Tübinger „Soundtrack Meeting“ ist wegen Regens abgebrochen worden.

Alexander Niemela. Foto: Carsten Riedl

Tübingen. Das internationale Leichtathletik-Meeting „Soundtrack Tübingen“ mit über 200 Athleten aus 60 Nationen ist nach sintflutartigen Regenfällen kurz vor dem Hauptprogramm abgebrochen worden. Einer der Leidtragenden war der einzige gemeldete Athlet aus der Teckregion, Alexander Niemela. Der Bissinger im Dress der LG Teck wollte nach einer mehrwöchigen Zwangspause aufgrund eines Hantavirus endlich die Vier-Minuten-Marke über 1 500 Meter knacken.

Nachdem die Wassermassen kurz nach 16 Uhr die Laufbahn und den Innenraum überflutet hatten, war klar, dass sichere Wettkämpfe nicht mehr möglich sind. Deshalb hatte das Organisationsteam kurz vor dem Beginn des Hauptprogramms beschlossen, das hochkarätig besetzte Meeting abzusagen - eine absolute Seltenheit in der Leichtathletik. „Man kann nicht mehr die Bedingungen bieten, um gute Leistungen zu ermöglichen“, sagte der sichtlich enttäuschte Hauptorganisator Tom Schleich. So waren die vielen Weltklasse-Athleten umsonst angereist. Einige von ihnen wollten an diesem Abend Normen für die WM in Doha angreifen. Die deutschen Athleten, einige auch aus dem Kreis Esslingen, hatten sich gefreut, gegen die nationale und internationale Konkurrenz anzutreten. Immerhin: Eine hohe Versicherungssumme im Etat des Meetings hält den finanziellen Schaden für die Veranstalter in Grenzen.

Nellinger Rath verpasst Bestzeit

Als um 15 Uhr das Vorprogramm mit den national besetzten 100-Meter-Läufen startete, war die Wetterlage noch einigermaßen entspannt. Die Finals über 100 Meter fanden allerdings bereits in strömendem Regen statt. Lilly Kaden (VfL Winterbach) gewann in 11,99 Sekunden die Frauenkonkurrenz. Über 400 Meter der U18 kam Louis Rath (LG Filder/Nellingen) in 51,08 Sekunden nicht an seine Bestzeit von 50,49 Sekunden heran, mit denen der 16-Jährige vor drei Wochen Landesmeister geworden war.

Für Lena Stäbler von der LG Filder/Nellingen endete der Weitsprungwettbewerb noch bevor sie zu ihrem ersten Sprung ansetzen konnte. Nach sechs Springerinnen wurden sämtliche Wettkämpfe abgebrochen.Martin Moll

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