Lokalsport

Noch wird gerechnet

Fußball-Bezirksliga Der VfL Kirchheim hat vor dem Heimspiel gegen Göppingen die Hoffnung auf Relegationsplatz zwei noch nicht aufgegeben. Von Walter Rau

Den Chancen im Spiel vorige Woche gegen Kuchen (Szene aus dem Hinspiel) trauert der VfL noch immer nach.Foto: Carsten Riedl
Den Chancen im Spiel vorige Woche gegen Kuchen (Szene aus dem Hinspiel) trauert der VfL noch immer nach.Foto: Carsten Riedl

Für den VfL Kirchheim und die SGEH stehen in der Fußball-Bezirksliga richtungsweisende Spiele im Kampf um den Aufstiegs-Relegationsplatz auf dem Programm. Der VfL greift mit dem morgigen Heimspiel gegen die SGM T/T Göppingen und am Himmelfahrtstag gegen den Tabellenzweiten TSV Oberensingen nach dem letzten Strohhalm im Aufstiegsrennen. „Nach den nächsten drei Spielen innerhalb von sieben Tagen wissen wir, ob die Chance noch besteht. Da sollten sieben, besser neun Punkte her“, meint Kirchheims Spielertrainer Markus Schweizer.

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Der Punktabzug am grünen Tisch wegen eines Formfehlers und der Punktverlust beim 2:2 in Kuchen sind ärgerliche Hypotheken, die den VfL belasten. „Wir sind kämpferisch gut, vor dem Tor aber nicht kaltschnäuzig genug“, stellt Schweizer fest, der unter der Woche das 0:4 der Göppinger beim Spitzenreiter SC Geislingen beobachtet hat. Auch ohne den verletzten David Srsa erwartet Schweizer einen Heimsieg.

Im Hintergrund basteln die VfL-Verantwortlichen weiter eifrig am Gesicht der neuen Mannschaft. Mit Torhüter Ben Brenken (TSV Weilheim) und dem Nürtinger Timo Mader, ebenfalls ein Mann mit VfL-Vergangenheit, wurden die nächsten beiden Neuzugänge vermeldet. Andere sollen bereits feststehen, werden aber noch geheim gehalten. „Wir sind in Gesprächen mit einem Top-Stürmer und setzen uns auch mit unserem bisherigen Co-Trainer Frank Posch zusammen“, verrät Abteilungsleiter Oliver Klingler. „Es tut sich bei uns noch einiges.“ Der Kern der Mannschaft um Marcel Helber und Andreas Elsässer wird wohl zusammenbleiben und soll um zwei bis drei Leistungsträger ergänzt werden. Lediglich Dominik Petzet und Waldemar Hechler stehen bisher als Abgänge fest.

Auch auf der Alb wagt keiner, von der Aufstiegsrelegation zu träumen. Zwar kehrte die SGEH im Nachholspiel am Donnerstag gegen Neidlingen (2:1) nach zuletzt zwei Niederlagen in die Erfolgsspur zurück. „Wir haben aber keine Ambitionen, was den Aufstieg betrifft,“ meint SGEH-Coach Dieter Hiller. „Wir wollen eine überragende Saison erfolgreich zu Ende spielen.“ Für das Heimspiel gegen den ehemaligen Landesligisten FC Eislingen, dem der Absturz in die Kreisliga droht, fehlt Markus Kronewitter im Kader der SGEH. Dafür kehrt Peter Strobel zurück. Hinter dem Einsatz von Marco Parrotta steht noch ein Fragezeichen. „Trotz unserer angespannten Personallage wollen wir weiter guten Fußball spielen. Das ist alles, was zählt“, sagt Hiller.

Eine ebenfalls tolle Saison spielt Aufsteiger TV Neidlingen, der morgen vor der Herausforderung TSV Oberensingen steht. Leistet die Kölle-Elf Schützenhilfe für die Lokalrivalen Kirchheim und SGEH? Daran denkt Spielertrainer Patrick Kölle zunächst nicht. „Wir schauen nur auf uns, und dass wir am liebsten zu Hause mit mindestens einem Zähler gegen Oberensingen unser Saisonziel von 40 Punkten erreichen.“

Kölle und Pflüger fallen aus

Ein Ziel, das die Kirschtäler bei der SGEH am Donnerstagabend denkbar knapp verpassten. „Wir hatten den Gegner im Griff“, sagt Kölle. „Eine Viertelstunde Offensivpower der SGEH hat leider gereicht, weil vor allem ich zwei Hundertprozentige nicht verwertet habe.“ Morgen wird Kölle wegen familiärer Pflichten ebenso fehlen wie Offensiv-Partner Lukas Pflüger, der sich kurz vor Spielende am Donnerstag eine Zerrung zuzog. In die Rolle des Torjägers soll Fabian Latzko schlüpfen.