Lokalsport

Nürtinger reden den Gegner stark

WFV-Pokal Der FV 09 trifft heute in der zweiten Runde auf den Landesliga-Konkurrenten und Titel­anwärter aus Ebersbach.

Nürtingen. Der Gedanke ist verlockend, die Realisierung wird vo­raussichtlich eher schwierig. Um in die dritte Runde des WFV-Pokals einzuziehen, muss Fußball-Landesligist FV 09 Nürtingen heute (15.30 Uhr) den Klassenkollegen SV Ebersbach aus dem Weg räumen. Dabei ist sich 09-Trainer Manuel Rothweiler mit Weilheims Coach Christopher Eisenhardt einig. Der hatte kürzlich in einem Interview erklärt, der SV Ebersbach sei für ihn „einer der ganz großen Meisterschaftsfavoriten“ der kommenden Landesliga-Saison. Zu diesem Urteil kam Eisenhardt schon, bevor die Filstäler erneut auf dem regionalen Transfermarkt zugeschlagen und mit Tomislav Ivezic (vom Oberligisten SV Göppingen) eine weitere hochkarätige Verstärkung präsentiert haben. „Für mich wird Ebersbach neben dem FC Heiningen und der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach um den Titel spielen“, betont auch Manuel Rothweiler.

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Die Konsequenz daraus für das heutige Aufeinandertreffen im Pokal: „Ebersbach ist klarer Favorit, wir würden aber gerne für die Überraschung sorgen.“ Der letzte Test beim Bezirksligisten TSV Neckartailfingen (0:2) brachte dem Trainerduo Scherb/Rothweiler zwar keine Lorbeeren, dafür aber viele neue Erkenntnisse ein. „Wir haben alle verfügbaren Spieler eingesetzt und konnten uns so ein gutes Bild verschaffen“, sagt Rothweiler.

Was das Personal betrifft, ist der Trend ein Freund der Nürtinger: Immer mehr Spieler kehren aus dem Urlaub zurück, Anfang kommender Woche wird die Mannschaft komplett sein. Schon heute ist die Personaldecke deutlich dicker als beim Erstrunden-Triumph gegen den FC Germania Bargau am vergangenen Samstag. Wenn Schiedsrichter Ingo Grieser aus Immenried die Begegnung um den Drittrundeneinzug heute anpfeift, erwartet der FV sehr selbstbewusste Gäste. Die Ebersbacher erledigten ihre Erstrundenaufgabe beim Bezirksliga-Aufsteiger TSV Langenau mit 6:1 souverän. Unter die Torschützen reihte sich auch der wiedergenesene Goalgetter Vincenzo Parrinello ein.

SVE-Trainer Dinko Radojevic ist mit dem breiten Kader zufrieden. „Mir war wichtig, dass wir einen Personalengpass wie zu Beginn der vergangenen Saison nicht noch einmal erleben“, sagt er. Zum Duell mit dem Oberligisten SV Göppingen kann es übrigens nicht mehr kommen. Die Elf von Gianni Coveli unterlag am Mittwoch bei der TSG Hofherrnweiler mit 0:2.Reimund Elbe