Lokalsport

Nur einer kommt durch

Fußball-Bezirkspokal: Ausrichter TSV Jesingen erwartet morgen 500 Fans zum Finale

Großkampftag für den TSV ­Jesingen: Rund 30 Helfer der Fußballabteilung sind morgen rund um das Bezirkspokal-Endspiel zwischen dem TSV Berkheim und dem FC Donzdorf im Einsatz. Sie sollen mithelfen, den Umsatz anzukurbeln.

Macht mächtig Laune: der Gewinn des Bezirkspokals. Der VfL Kirchheim II (Bild) war das letzte Team aus der Teckregion, das den P
Macht mächtig Laune: der Gewinn des Bezirkspokals. Der VfL Kirchheim II (Bild) war das letzte Team aus der Teckregion, das den Pott gewann. Im Mai 2012 gab es gegen den FC Heiningen in Wendlingen einen 5:2-Erfolg.Foto: Deniz Calagan

Kirchheim. „Zu verdienen ist nicht viel“, antwortet Jesingens Abteilungsleiter Peter Clewes auf die Frage, inwieweit die Zuschauereinnahmen beim Final-Four-Turnier des Fußball-Bezirkspokals die Kassen des ausrichtenden Vereins füllen können oder nicht. Jeder Gastgeber-Klub kassiert statutengemäß lediglich zehn Prozent des gesamten Fan-Obolus, der große Rest geht an den Württembergischen Fußball-Verband (WFV), Sanitäter, Schiedsrichter, die beiden Finalisten oder wird für sonstige Unkosten verwendet. Im Pokalfinale hofft Clewes auf 500 Zuschauer, weiß aber genau, dass das den Kohl nicht wirklich fett macht: Organisatorischer Vereins-Aufwand und -Ertrag stehen, was die Zuschauereinnahmen betrifft, im Pokalwettbewerb in einem klaren Missverhältnis.

Deshalb macht der TSV Jesingen das, was alle Ausrichter-Vereine in solchen Fällen tun: den eigenen Wirtschaftsbereich stark. „Extra für die Veranstaltung haben wir ein großes und ein kleines Zelt aufgebaut, dazu noch einen kleinen Bierwagen“, sagt Clewes, der Engländer ist und Catering diesmal nicht mag: „Unsere Mitglieder bewirtschaften die Veranstaltung selber. Nur so kann der Verein ein paar Euro dazuverdienen.“ Wo die Arbeits-Prioritäten liegen müssen, zeigt der Blick auf die Arbeitsbereiche der 30 eingeteilten TSV-Helfer morgen: Etwa 24 sind für den Verkauf Roter Würste, Steaks und von Getränken direkt oder indirekt zuständig, die anderen sind Ordner.

Sportlich erwartet Clewes („die Tagesform entscheidet“) ein spannendes Endspiel, in dem es neben dem Bezirkspokal auch um die Qualifikation für die erste Runde des WFV-Pokals am 25. Juli geht. „Der Endspiel-Verlierer hätte dann eine Teilnahme-Chance, wenn eine gesetzte Mannschaft freiwillig vom WFV-Pokal zurückziehen würde“, sagt der Neckar/Fils-Vorsitzende Karl Stradinger (Rechberghausen). Weil diese Variante äußerst unwahrscheinlich ist, heißt das Motto in den Lehenäckern: Nur einer kommt durch. Der FC Donzdorf? Der Landesliga-Anwärter geht als leichter Favorit ins Spiel, obwohl die Rundenbilanz der beiden Kontrahenten ausgeglichen ist – jeder gewann das jeweilige Auswärtsspiel mit 2:1.

Zum guten Abschluss des Final Four hofft Clewes, der 53, seit 1990 in Deutschland, VfB-Anhänger und elf Jahre TSV-Mitglied ist, morgen auf nicht-britisches Wetter: Sonnenschein statt Regen. Ausreichend Wärmegrade würde die Stimmung unter den heute ab 10 Uhr um Pokalehren kickenden Jugendlichen ebenso anheben: Nacheinander tragen in Jesingen die D-, C-, B- und A-Junioren (mit dem TSV Weilheim) ihre offiziellen Endspiele aus. Im Anschluss an den Fußball-Block ab 18 Uhr wartet im Festzelt die Coverband G’G‘ mit englischem Pop und deutschen Schlagern auf.

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