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Knights gehen als Tabellendritter in die Weihnachtspause

Schöne vorzeitige Bescherung für die Knights: Kirchheims Zweitliga-Basketballer haben sich durch einen 85:61 (35:37)-Heimsieg über die Baunach Young Pikes den dritten Tabellenplatz untern Weihnachtsbaum gelegt.

Hoch geflogen und nicht hart gelandet: Dennis Nawrocki und die Knights haben gegen Baunach rechtzeitig die Kurve gekriegt. Foto:
Hoch geflogen und nicht hart gelandet: Dennis Nawrocki und die Knights haben gegen Baunach rechtzeitig die Kurve gekriegt. Foto: Genio Silviani

Kirchheim. Dass der elfte Saisonsieg so deutlich werden würde, war jedoch lange Zeit nicht zu erwarten. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit sehr schwer getan. Baunach hat stark gespielt, und wir sind nicht ins Spiel gekommen. Nach der Halbzeit war es dann eine deutliche Angelegenheit. Vor allem unsere Verteidigung im dritten Viertel war toll“, lobte Trainer Michael Mai seine Mannschaft, die sich nun eine einwöchige Auszeit verdient hat.

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Dabei hatte den Kirchheimer Trainer kurz vor Spielbeginn die nächste Hiobsbotschaft ereilt. Tim Koch musste aufgrund einer Fingerverletzung aussetzen, sollte nur im absoluten Notfall eingesetzt werden. Koch, der sich unter der Woche im Training verletzt hatte, wird wohl nach der kurzen Weihnachtspause wieder einsatzbereit sein. Nachdem auch Center Johannes Joos abgewunken hatte – seine Verletzung aus dem Paderborn-Spiel verhinderte erneut ein Comeback – schrumpfte die Zahl der deutschen Spieler auf drei. Kein ungewohntes Szenario für Mai. „Wir hatten in dieser Vorrunde ganze zwei Partien, bei denen alle Spieler einsatzbereit waren. Ansonsten hat immer jemand gefehlt.“

Dass die Ritter mit solchen Situationen umgehen können, haben sie bereits mehrfach unter Beweisgestellt. So auch gegen Baunach. Die Kirchheimer übernahmen sofort das Kommando, zogen schnell auf 10:2 davon. Doch anschließend kam es zum Bruch im Spiel der Gastgeber. Baunachs Youngsters, die mit Malik Müller ebenfalls auf einen wichtigen Spieler verzichten mussten, zeigten nun, warum sie gegen Tabellenführer Jena für Furore gesorgt hatten. Mit sehenswerten Offensivaktionen überrumpelten sie Kirchheims Verteidigung ein ums andere Mal und gingen folgerichtig in Führung. Diese konnten sie auch bis zum 37:35-Halbzeitstand halten.

Wie verwandelt kamen die Ritter zurück aufs Spielfeld und verteidigten nun deutlich aggressiver. Sie zwangen die Gäste zu vielen Ballverlusten, die in Schnellangriffe verwandelt wurden. „Baunach hat eine sehr gute Zonenverteidigung gespielt. Also wollten wir durch Ballgewinne unsere Angriffe schnell abschließen, solange die Verteidigung noch nicht sortiert ist. Das hat sehr gut geklappt. Die Baunacher konnten das Tempo von Besnik und Richie nicht mitgehen“, so Mai. Die beiden Guards waren mit 18 (Williams) und 16 Punkten (Bekteshi) kaum zufällig die Topscorer des Spiels.

Doch der Schlüssel zum Erfolg war die Kirchheimer Defensive. Nur sieben Punkte ließen die Teckstädter im dritten Abschnitt zu, die auch davon profitierten, dass sich Baunachs Center Johannes Thiemann früh im dritten Viertel am Sprunggelenk verletzt hatte. Er biss zwar auf die Zähne, konnte aber nicht mehr mit der gleichen Intensität zu Werke gehen.

Die Ritter hatten das Spiel nun an sich gerissen und sorgten in der Schlussphase der Partie für spielerische Highlights. Ein Alley-oop-Pass von Kapitän Williams auf Keith Rendleman, der den Ball per Dunking versenkte, riss die über 1 000 Zuschauer von den Sitzen. Nach Spielende gab es dann ein Weihnachtsständchen der Spieler für ihre Fans.

Die Teckstädter verabschieden sich nun für eine Woche in den Weihnachtsurlaub. Coach Mai reist wie seine Spieler Williams, Rendleman und Tinnon in die USA, um Weihnachten mit der Familie zu verbringen. Am 28. Dezember geht’s wieder in die Halle, wo die Vorbereitung auf das Spiel in Gotha am 2. Januar beginnt. Beim Top-Duell Dritter gegen Vierter haben die Teckstädter die Möglichkeit, Platz drei zu festigen.cs