Lokalsport

Ötlinger wollen Spaßbremse spielen

Weilheim II als Favorit in der Aufstiegsrelegation

Der TSV Weilheim II geht als großer Favorit ins morgige Zweitrunden-Match um den Kreisliga-A-Aufstieg gegen den TSV Ötlingen II.

Kirchheim/Weilheim. Die Ötlinger standen im Regen. Mehr als ein Dutzend, anhand ihrer Vereins-Shirts gut auszumachenden Spione, verfolgten in Grafenberg ein nicht nur wegen der vom Himmel fallenden Wassermenge beeindruckendes Relegationsmatch des TSV Weilheim II gegen Neckartailfingens „Zweite“.

Das 6:1 zugunsten des TSVW bestätigte Dirk Heinemanns Anfangsverdacht – für den Ötlinger Trainer ist die zweite Garnitur des Landesligisten eine echte Hausnummer in der Aufstiegshatz. „Weilheim ist für mich der Favorit in der Relegation“, glaubt Heinemann, der damit fein säuberlich die Bürde vom Kreisliga-B5-Vizemeister TSV Ötlingen II zu jenem der B6 weiterreicht.

Ein Ötlinger Sieg morgen im Frickenhausener Stadion (Anpfiff 17  Uhr) wäre fußballerisch gesehen eine Überraschung. Zumindest, wenn die Eindrücke des vergangenen Mittwochs berücksichtigt sind. Die Weilheimer zeigten am Mittwoch beim Relegationsduell unterm Florian, dass sie vor allen Dingen das schnelle Spiel in die Sturmspitzen mit großer Leidenschaft und Präzision praktizieren. „Ganz wichtig für uns ist auch, dass der Teamgeist stimmt“, betont Weilheims Trainer Martin Geister. Dass der ehemalige Nürtinger Kicker gegen Ötlingen zudem den Offensivgeist beschwören wird, gilt als nahezu sicher. „Wir wissen, dass unsere Stärken im schnellen Spiel nach vorne liegen“, erklärt Geister, „zudem haben wir unser Defensivspiel verbessert.“ Ötlingens Coach Heinemann wird die Ausführungen mit Interesse vernehmen und mit seinen Kickern liebend gerne die Spaßbremse spielen.

Eine zentrale Rolle beim TSVW-Wiederaufstiegsprojekt soll einer spielen, der eigentlich schon per Blumen und freundlicher Worte in den fußballerischen Ruhestand geschickt wurde. Mittelfeldakteur Emrah Polat zeigte beim Regenspiel in Grafenberg eine solide Vorstellung. „Es macht einfach Spaß, in dieser Mannschaft zu spielen“, betont der einstige Oberligaspieler, der auch morgen zu den Anfangsaufläufern zählen soll. Ein Aufstieg zum Ausklang seiner fußballerischen Tätigkeit, auch wenn es lediglich einer von der B- in die A-Liga wäre – Polat kann sich mit dem Gedanken anfreunden. „Wir freuen uns darüber, dass er als Routinier dabei ist“, sagt Weilheims Sportlicher Leiter Günther Friess. Dies sei auch deshalb wichtig, weil von den eigenen A-Junioren keine Verstärkungen in der Relegation zu erwarten seien.

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