Lokalsport

Offensivschwäche offenbart

Fußball-Landesligist TSV Weilheim kommt gegen Köngen nicht über 1:1 hinaus

Dritter schwacher Heimauftritt in Folge von Fußballlandesligist TSV Weilheim. Am Freitagabend kamen die Limburgstädter beim 1:1 (1:0) gegen den TSV Köngen über eine Punkteteilung nicht hinaus und rutschten nach den Erfolgen der Konkurrenz in der Tabelle von drei auf vier.

Spielplan

Ball verpasst: Mike Tausch (re.) und der TSV Weilheim haben gegen Köngen im Spiel nach vorne nicht überzeugen können. Foto: Jörg
Ball verpasst: Mike Tausch (re.) und der TSV Weilheim haben gegen Köngen im Spiel nach vorne nicht überzeugen können. Foto: Jörg Bächle

Weilheim. Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Maik Kaack war den Weilheimer Spielern und vor allem deren Trainer Alexander Hübbe die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben – zumindest so lange man einen Blick darauf erhaschen konnten. Denn unmittelbar nach der Partie verschwand Hübbe wutentbrannt in der Kabine.

Kein Wunder: Aus dem angepeilten Sieg und einem vorzeitigen Geburtsgeschenk für Hübbe, der am Samstag seinen 62. feierte, wurde nichts, im Gegenteil: Am Ende konnten die Limburgstädter sogar froh sein, gegen eine überraschend starke Köngener Mannschaft nicht verloren zu haben. Unverdient wäre ein Gästesieg übrigens nicht gewesen, hatte der TSVK doch über die gesamten 90 Minuten gesehen eindeutig mehr Spielanteile.

Die Limburgstädter taten sich, wie bereits zuvor in den beiden Heimspielen gegen Ebersbach und Blaustein, im Spielaufbau recht schwer. Da kaum ein gut durchdachter Angriff zustande kam, war der Weilheimer Führungstreffer doch etwas überraschend. Nach einer mustergültigen Vorlage von Lennart Zaglauer war Michele Latte im Strafraum einen Schritt schneller als sein Gegenspieler und schon stand es 1:0 (19.). Nur wenige Minuten später hatte Lukasz Majowski kein Glück, als sein Kopfball knapp einen Meter am Köngener Tor vorbei segelte (24.).

Die Gäste hatten im ersten Spielabschnitt nur eine nennenswerte Torchance durch einen Freistoßknaller von Manuel Eitel. Dessen Schuss bereitete dem Weilheimer Keeper Philipp Uttikal allerdings ein paar Schwierigkeiten (29.). Dass es insgesamt wenig Einschussmöglichkeiten für sein Team gab, war für den Köngener Trainer Ralf Rueff nicht verwunderlich: „Die Weilheimer Abwehr ist nicht einfach zu knacken.“

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste dem Spiel eine Wende zu geben und dies wäre nach wenigen Spielminuten fast schon von Erfolg gekrönt gewesen. Nach einer Flanke von Migel Horeth, der im zweiten Durchgang immer stärker wurde, war sich der Weilheimer Torwart bereits sicher, dass der Ball sein Ziel verfehlt. „Der Ball ist weg“, rief Uttikal, ehe es zu Schrecksekunden für den TSVW kam: Die Kugel prallte von der Oberkante der Latte zurück aufs Spielfeld, wo jedoch kein Köngener zur Stelle war um zu vollstrecken (49.) – Glück für die Weilheimer.

Die Limburgstädter zeigten auch im zweiten Spielabschnitt eklatante Schwächen in der Offensive und brachten das Köngener Tor – von der Schlussphase abgesehen – nur noch durch Distanzschüsse in Gefahr. Diese waren allerdings für TSVK-Keeper Lache kein Problem.

Der Aufwand der Gäste im zweiten Durchgang wurde nach einem Eckball von Patrick Warth dann aber doch noch belohnt. In der Weilheimer Abwehr fühlte sich nach dem Standard niemand zuständig für den eingewechselten Andreas Bouroutzis, der den Ball völlig frei stehend zum verdienten 1:1-Ausgleich ins Tor köpfte (77.). Danach boten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch und mit etwas mehr Glück hätte jede die Begegnung sogar noch gewinnen können.

Bezeichnend für das Weilheimer Offensivspiel: In den Schlussminuten hatten ausgerechnet die beiden Innenverteidiger Martin Kirschmann (79.), dessen Kopfball knapp neben das Tor ging, und Ferdi Er (90.+1) dessen Kopfball der Köngener Torwart Felix Lache gerade noch über die Querlatte lenken konnte, die besten Chancen auf den Sieg. Dieser wäre aber aufgrund des schwachen Auftritts nicht verdient gewesen.

Köngens Trainer Ralf Rueff zeigte sich nach dem Schlusspfiff bescheiden. Und das, obwohl seine Mannschaft das Match durchaus auch hätte gewinnen können: „In Weilheim muss man aber mit einem Zähler zufrieden sein. Es war eine gerechte Punkteteilung“, befand Rueff.me

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