Lokalsport

Ohmdener ohne Druck ins Verfolgerduell

TSVO erwartet Weilheim II im B6-Spitzenspiel

Das Titelrennen der Kreisliga  B, Staffel 6 ist offen wie selten zuvor in der laufenden Saison. Während Tabellenführer AC Catania übermorgen bei Ligaschlusslicht Holzmaden vor einer vermeintlich leichten Aufgabe steht, treffen die Verfolger TSV Ohmden und TSV Weilheim II im direkten ­Duell aufeinander.

Ohmden. Nachdem sich der TSV Ohmden die Saison über permanent gesteigert hat, stehen die Schwarz-Gelben seit vergangenem Sonntag auf dem dritten Platz hinter dem TSV Weilheim II – dem kommenden Gegner der Ohmdener, die mit einem Sieg über den Lokalrivalen noch einmal ganz oben mitmischen könnten. Bei einer Niederlage hingegen wäre das Thema Aufstieg bei aktuell sechs Zählern Rückstand auf die Weilheimer erst einmal in weite Ferne gerückt.

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Druck ist laut Ohmdens Coach Peter Merkle allerdings keiner zu spüren: „Wir wissen, dass die beiden Mannschaften da oben ganz andere Möglichkeiten haben als wir. Deshalb spekulieren wir gar nicht auf die Plätze vor uns.“ Hinzu kommt Verletzungspech. Das komplette Ohmdener Stammmittelfeld fällt übermorgen aus. Leistungsträger Davide Dos Santos hat es besonders schwer erwischt: Nach einer Knöchelverletzung wird der Portugiese längere Zeit pausieren müssen. „Wir wollen natürlich trotzdem Zähler mitnehmen, aber meine Jungs können frei aufspielen“, so Merkle.

Der größte Titelaspirant und aktuelle Tabellenführer AC Catania Kirchheim steht dagegen vor einer vermeintlich einfachen Aufgabe. Beim Tabellenletzten TSV Holzmaden II kommt für die Mannschaft von Spielertrainer Michel Forzano nur ein Sieg infrage. AC-Torhüter Tony Michel warnt allerdings davor, die Holzmadener Zweite zu unterschätzen: „Auf die leichte Schulter darf man auch den Letztplatzierten nicht nehmen. Wir müssen wie immer hoch motiviert ins Spiel gehen.“ Langfristig sieht Michel die Catanesi im Aufstiegsrennen klar im Vorteil. „Wenn wir so weitermachen, kann uns niemand so einfach stoppen. Gegenüber Weilheim haben wir auch die deutlich erfahrenere Mannschaft“, glaubt der 26-Jährige.

Im tabellarischen Niemandsland steht der TSV Jesingen II – knifflige Aufgabe also für Jesingens Spielertrainer Michael Panknin, die Spannung in seinem Team hochzuhalten. „Wir schauen jetzt besonders darauf, dass sich unsere jungen Spieler noch möglichst gut weiterentwickeln und heranreifen“, erhofft sich Panknin. Mit Simon Volz, Alexander Polzer und Jonathan Jauß wurden bereits drei Akteure in die erste Jesinger Mannschaft hochgezogen. Der nächste Kandidat könnte Ricardo Baptista sein, der laut Panknin „einen riesigen Sprung nach vorne gemacht hat.“ Am Sonntag sind die Jesinger beim TSV Oberlenningen zu Gast.

Noch nicht abschreiben sollte man den TSV Owen. Zwar liegt das Team von Trainer Claus Eberle momentan auf Platz vier, allerdings haben die Owener zwei Begegnungen weniger absolviert als der TSV Weilheim II und der TSV Ohmden. Bei voller Punkteausbeute aus den zwei ausstehenden Partien könnte der TSV wieder an der Tabellenspitze anklopfen. Um diese Chance zu wahren, muss der TSV Owen am Sonntag in Schlierbach (5.) jedoch gewinnen.