Lokalsport

Ohne drei Stammkräfte gibt‘s nichts zu erben

Turnen VfL-Oberligamannschaft verliert Auswärtskampf in Ludwigsburg erwartungsgemäß.

Ludwigsburg. Ohne Illusion waren die Oberligaturner des VfL zu ihrem ersten Auswärtswettkampf nach Ludwigsburg gefahren, verloren dort erwartungsgemäß gegen den MTV mit 59:35 Scorepunkten.Gleich drei Stammturner waren ausgefallen: Arne Halbisch durch Teilnahme an einem Kaderlehrgang, Benjamin Leitner und Henning Weise aufgrund von Verletzungen, die sie längerfristig außer Gefecht setzen. Nahziel war, wenigstens ein paar Gerätepunkte für die Tabelle zu ergattern.

Die beiden besten Bodenübungen zeigten Manuel Hofmann (14,60 Punkte) und Manuel Hal­bisch (14,20). Thomas Knemeyer und Waldemar Guilliard vertraten die fehlenden Bodenspezialisten des VfL mit einer guten Leistung. Äußerst knapp ging das erste Gerät mit 8:7 an den MTV. Ärgerlich: Eine von ihm selbst eingestandene Fehlwertung nahm der Oberkampfrichter nach VfL-Protest als Tatsachenentscheidung nach dem Wettkampf nicht mehr zurück.

Dasselbe Quartett übernahm auch Verantwortung am Pauschenpferd und entschied mit vier gelungenen Übungen die Gerätewertung mit 10:6 für sich. An den Ringen griff für Thomas Knemeyer Eric Bay ins Geschehen ein, gewann als einziger sein Duell mit vier Punkten. Ansonsten waren die Gastgeber an ihrem Paradegerät überlegen und dominierten mit 13:4.

Am Sprungtisch war es ähnlich spannend wie beim Bodenturnen. Ein Tsukaharasprung gestreckt von Thomas Knemeyer, der gleiche Sprung jeweils mit Schraube von Halbisch und Hofmann, dann zum Abschluss ein Überschlag mit anschließendem Salto vorwärts von Eric Bay. Das reichte für den einkalkulierten knappen Gerätesieg (8:7) für die VfL-Turner.

Am deutlichsten machte sich das Fehlen der drei Kirchheimer Stammturner an den letzten beiden Geräten bemerkbar. Die Gastgeber nutzten ihre Chance, gewannen am Barren deutlich mit 12:3, am Reck mit 13:3 und verbuchten wie erwartet ihren ersten Saisonsieg mit 59:35 Scorepunkten. Die VfL-Turner erreichten ihr Minimalziel: vier Gerätepunkte für die Tabelle durch Vorteil beim Sprung und am Pauschenpferd. Bester Sechskämpfer der Begegnung war Manuel Hofmann (77,95). Die meisten Scorepunkte erreichte Ludwigsburgs Luca Pollin, vor Manuel Hofmann und Manuel Halbisch.

Am nächsten Samstag hat die VfL-Truppe wieder Heimrecht gegen die WKG TT Staufen. Die Personalsituation bleibt angespannt, doch zumindest Arne Halbisch wird in der Raunersporthalle wieder dabei sein.jh

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