Lokalsport

Ordentliche Ausbeute für den Kreis

Leichtathletik Mit vier Medaillen können die Vertreter des Kreises Esslingen bei den Hallen-Landesmeisterschaften in Mannheim zufrieden sein. Von Martin Moll

Klein, aber oho: Trotz ihrer 1,62 Meter Körpergröße hat Kathrin Sigel von der LG Teck im Hochsprung bei den Landesmeisterschafte
Klein, aber oho: Trotz ihrer 1,62 Meter Körpergröße hat Kathrin Sigel von der LG Teck im Hochsprung bei den Landesmeisterschaften auf sich aufmerksam gemacht. Foto: Ralf Görlitz

Bei den baden-württembergischen Hallenmeisterschaften der Aktiven und der U20 in Mannheim haben Tobias Ferreira von der LG Filder und Leo Neugebauer von der LG Leinfelden-Echterdingen einen kompletten Medaillensatz in den Kreis Esslingen geholt. Überzeugen konnte auch Kathrin Sigel von der LG Teck im Hochsprung.

Mit den Landesmeisterschaften starteten die Leichtathleten in die Hallensaison, die sich bis in den März hinein zieht. Mit insgesamt vier Medaillen war die Ausbeute für den Leichtathletikkreis recht ordentlich, doch mancher Athlet blieb hinter den eigenen Erwartungen noch zurück.

Nicht so Sabrina Gehrung (LG Filder/Nellingen), die mit 1,75 Metern im Hochsprung einen starken Jahreseinstand feierte und sich hinter der haushohen Favoritin Marie-Laurence Jungfleisch vom VfB Stuttgart (1,86 Meter) die Vizemeisterschaft sicherte.

Die Medaillenhoffnungen im Weitsprung hingegen erfüllten sich für Jana Schubert (LG Filder/Köngen) nicht. Nach sechs Versuchen standen für die 25-Jährige 5,55 Meter zu Buche (Bestleistung 6,09 Meter), was schließlich nur zum fünften Platz reichte. Es gewann Maria Herbinger (SSV Ulm) mit 5,94 Metern. Auch im Dreisprung verpasste Schubert eine mögliche Medaille. Als WLV-Beste 2017 mit 12,86 angetreten, steigerte sich die Wendlingerin zwar im letzten Versuch auf 11,86 Meter, am Ende reichte diese Weite ebenfalls nur zu Platz fünf. Selbst die deutsche Dreisprungmeisterin Leonie Neumann, die zu Jahresbeginn von der LG Filder zum VfL Pfullingen gewechselt war, konnte mit 12,16 Metern nicht den Titel einfahren. Diesen holte sich überraschend Maike Anstett (LG Region Karlsruhe) mit 12,29 Metern.

Stark präsentierte sich Lena Stäbler (LG Filder/Denkendorf) über 200 Meter der weiblichen U20 in 25,93 Sekunden (fünfter Platz). Es siegte Jana Gröne (MTG Mannheim) in 25,19 Sekunden. Auch im Weitsprung schrammte Stäbler mit 5,60 Meter nur um zwei Zentimeter am Bronzerang vorbei. Den weitesten Satz bei den Juniorinnen machte Sharon Enow Abio (LAZ Ludwigsburg) mit 5,72 Metern.

Gemischte Bilanz für Sigel

Unter Wert geschlagen hat sich indes Kathrin Sigel von der LG Teck. Die Weilheimerin, die zuletzt serienweise um die 5,50 Meter gesprungen war, scheiterte nach Anlaufproblemen mit 4,98 Metern bereits im Vorkampf und wurde nur Elfte. Besser lief es für die 17-Jährige im Hochsprung. Etwas belächelt ob ihrer Körpergröße von 1,62 Meter, sprang Sigel munter mit, überquerte die 1,55 und 1,60 Meter jeweils im ersten Versuch und beendete mit dieser persönlichen Bestleistung den Wettkampf auf Platz sieben.

Der Trip nach Mannheim hat sich auch für die weibliche 4x200-Meter-U20-Staffel der LG Teck in der Besetzung Emely Schäfer, Ann-Kathrin Rieker, Anna Schneider und Kathrin Sigel gelohnt, auch wenn das aus vier unterschiedlichen Jahrgängen zusammengesetzte Team in 1.56,24 Minuten nicht über den elften Platz hinauskam. „Wir haben alles gegeben und die Staffel mit guten Wechseln ins Ziel gebracht“, freuten sich die vier motivierten Weilheimer Mädels nach dem Rennen trotzdem. „Außerdem hat es zuvor noch nie eine weibliche Staffel der LG Teck über diese Distanz gegeben“, ergänzt Trainer Ralf Mutschler aus Kirchheim.

Den einzigen Sieg für den Kreis Esslingen sicherte Tobias Ferreira von der LG Filder über 800 Meter der U20 in 1.56,19 Minuten. Über 400 Meter wurde der Nellinger Dritter in 51,05 Sekunden.

Gespannt war man in Mannheim auf den Weitsprung-Auftritt des WM-Dritten im Zehnkampf, Leo Neugebauer von der LG Leinfelden-Echterdingen, der bei den Weltmeisterschaften in Nairobi 7,25 Meter weit gesprungen war und mit dieser Weite überlegen die WLV-Bestenliste anführt. Er sprang um Gold, aber es wurde am Ende „nur“ Silber. Die Farben der Medaillen entschied dabei gerade mal ein Zentimeter zugunsten von Henry Behrens (SSV Ulm), der den Titel mit 6,71 Metern festmachte.

Der ehemalige LG Teck-Sprinter Nico Krieger aus Holzmaden, der für die TSG Heidelberg startet, lief über 400 Meter der Männer in 51,25 Sekunden auf Rang fünf.

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