Lokalsport

Owenerinnen erteilen Lehrstunde

Handball-Bezirksliga: TSVO-Frauen watschen Lenningen 31:21 ab

Im Lokalderby der Handball-Bezirksliga der Frauen hat die SG Lenningen vom Nachbarn TSV Owen eine eindrucksvolle Lehrstunde in Sachen Tempohandball erhalten. Der Tabellenführer gewann klar mit 31:21.

Lenningen. Einen zu keinem Zeitpunkt gefährdeten Sieg konnten die Owenerinnen in Lenningen einfahren. Dabei schien es teilweise so, als ob sich die Gäste im Training befinden würden. Leicht und spielerisch wurden die Angriffe der Gelbhemden vorgetragen, die SG-Abwehr durch lang und weit vor dem Tor angelegte Angriffe quasi auseinandergenommen. Tempogegenstöße nach den zahlreichen SG-Fehlpässen und technischen Fehlern erleichterten es dem TSVO. Überhaupt machte es die SG den Gästen um Spielgestalterin Julia Rudy zu leicht. Harmlose Lenninger Angriffe, die viel zu dicht auf der gegnerischen Abwehr ausgeführt wurden, dazu viele ungenaue und absolut unnötige Würfe. So stand es nach fünfzehn Minuten bereits 8:2 für die Gäste.

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Trotz diverser Aus- und Einwechslungen des dieses Mal breiten Lenninger Kaders änderte sich in Spielaufbau und Struktur wenig. In der Abwehr war die SG immer einen Schritt zu langsam oder nicht an der Gegenspielerin. Einfachste Tore nach einem Wechsel auf den Außenpositionen, und auch die Owener Rückraumschützen konnten nach Belieben und ohne Gegenwehr werfen. Der 7:16-Rückstand zur Halbzeit daher die logische Folge.

Besser wurde es für die Gastgeberinnen in der zweiten Halbzeit. Die jungen Spielerinnen Lena Attinger auf Linksaußen, Monja Reichle auf der Mitteposition sowie Theresa Renz von der Kreisposition konnten mit teilweise sehenswerten Treffern Akzente setzen. Am Zehn-Tore-Unterschied konnten aber auch diese nichts mehr ändern. Owen war Mitte der zweiten Hälfte nicht mehr ganz so konzentriert, aber der SG gelang keine Wende. Es fehlte der Ruck, der durch die Mannschaft ging. Konnte die SG durch Treffer von Sabrina Klein oder die Stemmwürfe von Ann-Kathrin Schmid etwas herankommen, zogen die Owenerinnen prompt das Tempo wieder an und stellten den alten Abstand wieder her. Die SG konnte auch in der zweiten Hälfte keine Akzente setzen. Hier ist noch viel Arbeit zu leisten, da im Spiel der Lenningerinnen auch Tempo und Dynamik sowohl im Angriff wie in der Abwehr schmerzlich vermisst wurden. Das logische Credo: Die Niederlage gegen den Aufstiegskandidaten Owen schnell abhaken und gegen benachbarte Mannschaften wieder das andere Gesicht zeigen.rs

SG Lenningen: Kullen, Fiegenbaum – Schmid (6/2), Attinger (2), Dangel (2), Gratz, Ringelspacher, Tegethoff , Kazmaier (2), Klein (2), Schilling (2/1), Reichle (2), Renz (3)

TSV Owen: Ohlef – Mosca (4), Baumann (6/2), Klett (2), Rudy (8), Thum (3), Hermann, Maier (2), Schmid (1), Essig, Ritter (3), Waalkens (2)