Lokalsport

Papa hat schon wieder das Nachsehen

Revanche missglückt: Beim Bodensee Megathlon haben Michaela Blessing und ihr Sohn Patrick erneut Familienoberhaupt Albrecht geschlagen.

Radolfzell. Schwimmen, Rennradfahren, Inlineskaten, Mountainbiken und Laufen – seit vier Jahren ist der Bodensee-Megathlon der Saisonhöhepunkt für das Kirchheimer Ausdauer-Duo Michaela und Albrecht Blessing. Im vergangenen Jahr war zum ersten Mal Sohn Patrick dabei. Mutter und Sohn teilten sich die fünf Disziplinen als „Couple“ auf, während Papa Albrecht als Einzelstarter antrat. Albrecht verlor damals den familieninternen Wettkampf mit drei Minuten Rückstand und forderte nun Revanche – ohne Erfolg.

Nach dem Startschuss zur ersten Disziplin – 1,5 Kilometer Schwimmen im Bodensee – pflügte sich Pat­rick Blessing unbeeindruckt durch das Starterfeld von 450 Schwimmern. Als Wasserballer hatte er hier klare Vorteile. Bereits nach 28,35 Minuten stieg er als Achter der ­Couplewertung aus dem Wasser und machte sich aufs Rennrad. Die anspruchsvolle Strecke über 42 Kilometer und 600 Höhenmeter bewältigte der 15-Jährige mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 30  km/h in 1.23,03 Stunden.

Papa Albrecht konnte sich beim Schwimmen im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessern. Trotzdem handelte er sich auf seiner schwächsten Disziplin einen satten Rückstand von neun Minuten ein. Dieser vergrößerte sich zu allem Übel, nachdem er in der Wechselzone gestürzt war. Mit dem Aufholen wurde es nichts, es kamen sogar noch einmal 25 Sekunden Rückstand dazu.

Beim Inlineskaten übernahm Michaela Blessing den Transponder von ihrem Sohn. Die erfahrene Speedskaterin zog an zahlreichen Konkurrenten vorbei. 48,24 Minuten benötigte sie für die 20 Kilometer und verlor damit nur knapp zwei Minuten auf ihren Mann, dem das Schwimmen und Radfahren bereits in den Knochen steckte.

Auf der nächsten Disziplin, dem Mountainbike, mussten noch einmal 600 Höhenmeter und 36 Kilometer bewältigt werden. Auf den steilen Passagen hatten sowohl Albrecht als auch Patrick Blessing, der den Transponder wieder übernommen hatte, gleichermaßen zu kämpfen. Albrecht konnte mit einer Zeit von 1.49,09 Stunde nur eine Minute auf seinen Sohn gutmachen.

Den abschließenden Zehn-Kilometer-Lauf konnte Michaela wieder für sich entscheiden. Sie benötigte 49,50 Minuten und lief zusammen mit Patrick, der kurz vor dem Ziel auf seine Mutter wartete, in einer Gesamtzeit von 5.20,38 Stunden durch den Zielbogen. Damit erreichten sie in der Couplewertung den 19. Platz.

Albrecht konnte sich beim Laufen im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern, musste sich aber der familieninternen Konkurrenz deutlich geschlagen geben. In einer Gesamtzeit von 5.30,12 Stunden erreichte er jedoch bei den Einzelstartern einen beachtlichen 49. Platz.mib

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